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Reisebericht: NEUFUNDLAND - DIE UNBEKANNTE INSEL IM ATLANTIK
Inhaltsverzeichnis
- Neufundland ist ein Traum
- Hummerfang auf der Port aux Port Peninsula
- Muschelzucht in Neufundland
- Richtung L’Anse aux Meadows
- Wie kommen die Eisberge von Grönland nach Neufundland?
- Iceberg-Alley
- Elche satt als Fotomotive
- Wikinger in L'Anse aux Meadows
- Freundliche Ranger im Pistolet-Nationalpark
- Wo Kontinente zusammenstießen - Im Gros Morne Nationalpark auf Zeitreise
- Baie Verte Peninsula
- Stone-Crabs für unser Abendbrot
- Immer mehr Krebse
- Vom Kabeljau zu Erdöl
- Cod-Fish in Southern Harbour
- Cod und Lagerfeuer am See
- Und dann noch die Neufundländer...
- Camperfreuden…..
- Cape St. Mary's Ecological Reserve
- Schönstes Fischerdorf Neufundlands: Trinity
- Regen, Nebel, Regen und Nebel
- Lachse an den Big Falls
- Schietwetter, Neufundlandwetter
- Steckbrief Neufundland
- Küstentour nach Halifax
Neufundland ist ein Traum
Nach unserem Flug von Frankfurt nach Halifax und einer Sonnenscheintour durch Nova Scotia kamen wir bei plötzlich einsetzendem Regen und absolut dichtem Nebel im Fährhafen von North-Sydney / Nova Scotia an. Fährpassage für unser Auto und uns zu Buchen war kein Problem. Nur Kabinen gab es nicht mehr. So blieb uns wie vielen anderen 'Newfies' nur ein unbequemer Schlafsessel auf dem Oberdeck. Von 23.00 -7.00 Uhr dauerte die Seefahrt. Als wir im Hafen von Channel Port aux Basques in Neufundland von Bord rollten, lag die Landschaft in einer dicken Nebelsuppe. Eben Neufundlandwetter, dachte ich mir. Bereits ein paar Kilometer weiter konnte man die Sonne hinter den Bergen hervorkommen sehen. Der Nebel nahm zusehends ab und wir befanden uns in einer strahlend schönen Frühlingslandschaft.
Der Festlandsfährhafen für die kanadische Insel Neufundland liegt in Nova Scotia. Vom kleinen Ort North-Sydney gibt es Tag- und Nachtverbindungen nach Channel Port aux Basques in Neufundland. Die Fahrzeiten variieren. Tagsüber dauert die Überfahrt fünf bis sechs Stunden. Die Nachtfähre dagegen benötigt sieben bis acht Stunden. Kabinen müssen rechtzeitig!! vorgebucht werden. Genaue Fahrpläne, Buchungsmöglichkeiten und Kosten im Internet unter www.marine-atlantic.ca.
Persönliche Meinung von Ulich:
Der einfachste Weg von Deutschland nach Neufundland führt per Flugzeug von Frankfurt nach Halifax. Nach der Durchquerung von Nova Scotia (ca. 400 Kilometer) erreicht man den Fährhafen von North-Sydney. Hier starten zwei bis drei Mal täglich die Fähren nach Neufundland.
Hummerfang auf der Port aux Port Peninsula
Von französischen Fischern aus der Bretagne wurde die „Port aux Port Peninsula“ einst gegründet. Auch heute noch ist Französisch in einigen Orten wie Lourdes die Sprache der Bevölkerung. Dort lernen die Kinder Englisch erst in der Schule. Im kleinen Hafen von Port aux Port sahen wir ein kleines Boot auf den Strand zufahren. Als wir an der Stelle ankamen, hatte der Fischer zusammen mit seiner Frau gerade begonnen, den Hummerfang des Tages zu verarbeiten. Penibel genau wurde der Abstand zwischen Hummerkopf und Schwanz vermessen. Ein Fischer, der zu kleine Tiere anbietet, verliert sofort seine Lizenz. Diese kostet rund 50.000 kanadische Dollars. Nach einem netten Gespräch wollten wir uns natürlich auch so einen leckeren Hummer für unsere Campingküche mitnehmen. Wir hatten keine Chance zu bezahlen. Der Hummer war ein Geschenk.
Im winzigen, französisch sprechenden Fischerörtchen Petit Jardin wurden wir am Hafen eingeladen, mit einem offenen Fischerboot hinauszufahren, um die Hummerfallen zu kontrollieren. Eine Markierungsboje nach der anderen wird dabei angesteuert, die Hummerkörbe heraufgezogen. Schnell füllt sich der Sammelbehälter im Boot mit den Krustentieren. Die Hummerweibchen, die noch nicht abgelaicht haben, dürfen zurück ins Meer.
Später sitzen wir noch lange am Hafen in der Sonne und ich gönnte mir auf meinem Klappstuhl ein paar Seiten aus dem Neufundlandroman „Am Ende des Meeres“ von Bernice Morgan. Passt genau zur Stimmung. Und abends dann das erste Festmahl: Hummer satt aus der Campingküche!
Das Rezept ist übrigens ganz einfach:
Man nehme einen großen Topf mit frischem, sprudelnd kochendem Meerwasser und lasse den lebendigen Hummer kopfüber ins Wasser gleiten. Nach 20 Minuten ist die Delikatesse fertig. Schmeckt am besten pur mit Butterbrot.
Gaskartuschen dürfen ja bekanntlich nicht mit ins Fluggepäck. Also beginnt bei den Besitzern eines Primus-Kochers in Kanada und einigen skandinavischen Ländern sofort nach Ankunft die leidige Suche nach einem Outdoorladen, der geeignete Gaskartuschen führt. Häufig sucht man vergeblich. Fündig dagegen wird man fast mehr
Persönliche Meinung von Ulich:
Die Schraubgaskartuschen für Lötlampen passen vom Gewinde her an den Gaskocher von Primus u.ä.. So kann man auf die nervige und teure Suche verzichten und besorgt sich sein Gas im nächsten Baumarkt. Die Kartuschen machen zwar einen Höllenlärm, aber das sind Primusnutzer ja sowieso gewohnt...
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Spitzen Bericht! Grüße: Martin
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Bin Absolut kein Nordlicht,doch bin ich
total beeindruckt von deinen Berichten!!
Die haben Klasse weiter so...Gruß Marco -
Hi! Klasse Story! Du bringst mich da auf eine tolle Idee. Das wäre mal ein Ziel! Weiß Du zufällig, ob oder wo man auf Neufundland ein Motorrad mieten kann? Bring doch bitte noch mehr so schöne Geschichten :-) Grüße, HaMi
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Hallo Ulich, ein Reisebericht schöner als der Andere. Schöne Fotos. Weiter so!
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Traumhafte Bilder!
Tolles Ziel!
Ich hatte vor Jahren den Roman "Das Amulett" gelesen und träume seitdem von diesem Reiseziel.
Einfach spitzenmäßiger Bericht!
Gruss
Azadeh -
Schöner Bericht! Gruß, Kazzie
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Hallo Ulich!
Das war ein ECHT TOLLER Reisebericht! :))) Da kommt man ins schwärmen!
Ich sollte meine langjährige Brieffreundin in Grand Falls doch endlich mal besuchen....
VG
Artemis75 -
nach oben
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Neufundland hatte ich als Reiseziel noch nicht auf meiner Agenda. Aber Dein Bericht macht Lust, das selbst mal zu erleben. Die Elche mitten auf der Straße haben mich etwas an Schottland und die Schafe erinnert ... Ich könnte es allerdings nie über mich bringen, einen Fisch (tot oder lebendig) zu knutschen. ;-)
Grüße Mareike -
Genialer Bericht mit grandiosen Fotos! Besonders beeindruckend ist meiner Meinung nach die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen dort! Da macht das Reisen sicher nocheinmal so viel Spaß!
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schöner bericht- neufundland hab ich auch schon im auge - grüße von moeraki
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War schön, mit Dir nach Neufundland zu reisen, und das gänzliche ohne lästige Moskitos und Black Flies. Die Eisberge jedoch hätte ich gerne persönlich gesehen.
Ein wunderbarer Bericht!
Beate -
Toller Bericht. Bei der Passage mit dem Hummer bekommt man direkt Hunger! :)
Und danke auch für den Buchtip!
Viele Grüße,
Hendrik
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