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Reisebericht: Eine Volunteer-Reise der ganz besonderen Art in Südafrika
Ankunft in Südafrika
Ich starte meine Reise von Bremen aus via Amsterdam nach Kapstadt. Nach einem langen Tag im Flugzeug komme ich um 22:00Uhr in Kapstadt an.
Direkt beim Verlassen des Sicherheitsbereiches im Flughafen springt mir das gelbe Schild des Reiseveranstalters i-to-i ins Auge. Ein Glück – denn ich war noch nie zuvor in einem Entwicklungsland und mir ist schon ein wenig mulmig. Ich werde herzlich von Ali empfangen und beziehe ihr wunderschönes Gästezimmer. In meiner neuen Unterkunft kann ich die erste Nacht richtig gut schlafen und fühle mich sicher.
Am nächsten Morgen darf ich erst einmal ausschlafen und Ali hat bereits ein leckeres Frühstück vorbereitet, was mich für den Tag stärken soll. Denn heute steht bereits eine Menge auf unserem Programm: Zunächst erkunden wir das Masiphumele Township mit dem Auto. Die Menschen hier leben in ärmlichen Verhältnissen und es gibt eine Vielzahl an Projekten, die die Gemeinden unterstützen.
Mein erstes Projekt nennt sich „The Sinethemba Center“. Dies ist eine Tagesstätte, in der behinderte Kinder betreut werden. Die Kinder sind alle sehr lieb und es ist ein schönes Gefühl, das Funkeln in ihren Augen zu sehen, während wir mit ihnen Spiele spielen. Leider sind zu dem Zeitpunkt meines Besuchs keine weiteren Volunteers vor Ort und dabei brauchen die Kinder hier wirklich dringend Hilfe!
Weiter geht die Fahrt zu dem Projekt „Love & Care“, dem Kindergarten im Township, und „Tears“, einem Heim für Straßenhunde und Katzen.
Insgesamt war dieser Tag sehr beeindruckend. Ich habe viel Armut gesehen, die Kinder sind jedoch super süß und fröhlich.
Kinder, Straßenhunde und Katzen - und das alles in Südafrika
Weiter geht die Fahrt zu dem Projekt „Love & Care“, dem Kindergarten im Township, und „Tears“, einem Heim für Straßenhunde und Katzen.
Insgesamt war dieser Tag sehr beeindruckend. Ich habe viel Armut gesehen, die Kinder sind jedoch super süß und fröhlich.
Am nächsten Tag schauen wir uns drei weitere Projekte an.
Das erste Projekt nennt sich „Help 2 Read“ und ist ein gut organisiertes Projekt für Kinder mit Leseschwäche. Die Kinder lieben ihre Schule.
Mit unserem zweiten Projekt an diesem Tag, „Gods little Angels“, besuchen wir einen weiteren Kindergarten. Dort wird gerade Mittagsschlaf gehalten, so dass wir lediglich einen Blick in den Schlafsaal werfen können. Danach geht es dann zum Waisenhaus „Christine Revell’s Children Home“. Die Atmosphäre in allen drei Einrichtungen gefällt mir gut. Es ist toll, miterleben zu dürfen wie liebevoll mit den Kindern umgegangen wird und welch eine herzliche und aufgeschlossene Atmosphäre überall herrscht.
Flug von Kapstadt nach Johannesburg
Heute fliegen wir von Kapstadt nach Johannesburg. Wir haben ein wahnsinniges Glück, dass wir den Flieger noch bekommen – der Verkehr in Kapstadt ist nicht zu unterschätzen!
Kaum gelandet, gibt es bereits am Straßenrand von Johannesburg eine leckere landestypische Bratwurst und eine halbe Stunde später waren wir schon beim nächsten Projekt im „Lion Park“. Schade, dass wir nicht 3 Tage eher da gewesen sind, denn dann hätten wir sogar noch die brasilianische Fußball Nationalmannschaft getroffen! Aber so hatten wir einen anderen Höhepunkt: Wir haben einen Game Drive im Jeep unternommen. Am Ende des Tages haben wir uns um die Löwenbabies gekümmert…das war toll! Der Park ist wirklich schön und ist eins der beliebtesten Projekte, da der Kontakt zu den Tieren sehr nah ist und viel Verantwortung übernommen werden kann. Dies ist ein einzigartiges Gefühl!
Auf ins Königreich Swaziland
Nach einer Nacht in Pretoria geht es heute ins Königreich Swaziland - 6 Stunden Autofahrt und ich schätze mal wieder umso mehr, dass ich nicht allein bin. Hier besuchen wir die Agentur „All out Africa“, die gemeinsam mit i-to-i Rundreisen z.B. nach Mozambique und zu eigenen Projekten anbietet.
Ich nehme Swaziland als sehr ruhig und sicher wahr. Hier leben unterschiedliche afrikanische Stämme und die Menschen sind sehr traditionell gekleidet. So stellt man sich Afrika vor, wenn man noch nie da war. Auf jeden Fall eine Reise Wert!!!
Am nächsten Tag können wir das erste Mal ausschlafen und brechen erst gegen Mittag wieder Richtung Pretoria auf. Nach ca. 7 Stunden kommen wir in der Dunkelheit beim „Leo“ Projekt an. Dort sitzen wir mit vielen Volunteers am Lagerfeuer und grillen und quatschen!
Frühes Aufstehen zum Game Drive
Heute müssen wir sehr früh aufstehen, damit wir pünktlich um 05:30 Uhr zum Game Drive aufbrechen können. Es geht in den Busch, um die Löwen zu orten. Dabei habe ich ein etwas mulmiges Gefühl – draußen ist es stockduster und wir fahren in einem offenen Jeep. Nach ca. 2 Stunden Fahrt entdecken wir Löwen, die gerade ihre Beute zerlegen und fressen. Jedes kleinste Verhalten der Tiere wird von den Volunteers dokumentiert. Es ist wahnsinnig interessant, mehr über das Verhalten der wilden Tiere zu erfahren. Dieses Projekt ist ein wirkliches Abenteuer!!!!
Später geht die Fahrt weiter zum „Vervet Monkey“ Projekt. Hier werden ca. 500 kranke und „elternlose“ Äffchen aufgezogen und versorgt. Das Projekt ist very, very basic und nichts für schwache Nerven! Die Arbeit dort ist nicht zu unterschätzen…und ein Plumpsklo ist auch eine Erfahrung!!!
Projekt "Live with Tigers & Lions"
Nach einer weiteren Nacht in Pretoria geht es weiter nach Kroonstad. Nach etwa 3 Stunden Autofahrt kommen wir beim Projekt „Live with Tigers & Lions“ an. Hier leben die Volunteers mit auf der Boskoppie Farm, einer wunderschönen Lodge, die auch an Touristen vermietet wird. Die Farm ist sehr komfortabel und sauber. Die Volunteers können die unterschiedlichsten Aufgaben wahrnehmen, von der Fütterung der Löwen und Tiger über die Arbeit an der Rezeption bis hin zu Führungen für Touristen.
Am nächsten Tag fahren wir zur Ukutula Lodge. Zu den Hauptaufgaben an diesem Ort zählt hier die Löwenzüchtung. Außerdem leben auf der Farm Krokodile, Zebras und Tiger. Auf der Farm finden unter anderem auch Projekte mit Schülern statt. In der Zeit als ich dort bin, wird gerade ein Aufklärungsseminar über Aids gehalten, an dem über 100 Schüler teilnehmen und auch auf der Farm übernachten. Ein weiteres Plus bietet die Farm dadurch, dass die Besitzer sogar deutsch sprechen.
Abends geht es mit dem Flugzeug zurück nach Kapstadt.
Bye Bye South Africa
An unserem letzten Tag haben wir noch einmal Zeit für Sightseeing in der schönsten Stadt der Welt. Dann kommt der Rückflug. Ich möchte gar nicht mehr nach hause, habe mir aber geschworen, bald wieder zu kommen! Ich habe das Team und die Menschen hier sehr lieb gewonnen, auch wenn ich nur kurz an den jeweiligen Orten war. Aber wir sehen uns wieder –da bin ich mir sicher!
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Hallo Volunteer-Reisen,
ja, ja Reiseziel Armut für übersättigte Touristen ....
Ich glaube nicht, dass Du durch Deinen Fly Throught durch einige Projekte auch nur einen Blick auf wahre Armut geworfen hast und Dein Bericht wird auch den Volunteers, die ich wirklich achte, gerecht wird.
Warum nimmst Du Dir nicht ein Projekt heraus und stellst es uns richtig vor - war die Zeit zu kurz?
So kommt es mir vor wie der typische Politiker Besuch in einem Entwicklungsland - mal schnell die Hände von "armen" Kindern schütteln - fotografieren - aber dann schnell ab in einen Wildpark zum Sundowner ....
Schade!
Grüße
Robert
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Da muss ich Robert zustimmen!
Zudem hinterlässt mich dieser Bericht (wie auch der aus Indien) ziemlich ratlos: was ist i-to-i? Was ist der Sinn solcher Reisen, wenn man nicht wenigstens eine Zeit lang als Volunteer im Land bleiben will? Was bringen solche "Besuchs-Reisen" für die Hilfsprojekte?
Gruß Beate
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Die Überschrift klingt sehr vielversprechend. Aber was du erzählst ist bestimmt nicht die Arbeit eines Volunteers. Nämlich durch die Projekte zu fliegen. Ich glaube auch nicht, dass du über die wirkliche Armut des Landes überhaupt was kennengelernt hast geschweige denn über die jeweilige Projektarbeit. Was ist der Sinn dieser Reise gewesen? Überall nur mal kurz vorbeischauen. Was für einen Nutzen hatte das Hilfsprojekt von dir? Oder hattest du keine Zeit mehr zu erzählen?
Gruß Romy -
@ Robert,
möglicherweise hast du in deinem Leben schon viele Erfahrungen in Entwicklungsländern sammeln können – das ist beneidenswert. Für mich war die Armut, die ich gesehen habe, sehr real. Allerdings ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es den Menschen, die durch Projekte unterstützt werden, oftmals besser geht, als das, was man außerhalb auf den Straßen und in ärmeren Wohngegenden sieht. Ich stimme dir vollkommen zu, dass die Arbeit, die die Volunteers leisten, sehr zu achten ist!
Ich habe bereits darüber nachgedacht, mich privat für längere Zeit in einem Volunteer-Projekt zu engagieren, zumal ich mich auf meiner Reise davon überzeugen konnte, dass man dort wirklich einen Beitrag leisten kann. Dies gewährleistet auch die Tatsache, dass die Projekte in der Regel kein Geld bekommen. Die alleinige Arbeitskraft zählt, was sicherstellt, dass ein Volunteer nicht einfach dort hinkommt, weil das Projekt zusätzliches Geld benötigt und beispielsweise heute eine Tür grün streicht, die letzte Woche von seinem Vorgänger gelb gestrichen wurde. Ein reines „Händeschütteln“ war meine Info-Reise allerdings nicht, denn wie schon beschrieben konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass die Volunteer-Reisen tatsächlich nachhaltig sind.
Liebe Grüße,
Anna -
@ Beate und Romy,
i-to-i ist ein britisches Unternehmen, Pionier auf dem Gebiet der Volunteer-Reisen, was nun auch in Deutschland buchbar ist. Um sicherzustellen, dass unser Angebot tatsächlich nachhaltig ist, habe ich mir einige Ziele genau angeschaut. Dabei war es wichtig, neben „Paradeprojekten“ unterschiedliche Angebote kennenzulernen, um mir ein passendes Bild zu machen.
Liebe Grüße,
Anna
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Hallo Anna,
danke für Deine Antwort.
Genau, dass ist es, was wir/ich meinen.
Zeige uns Deine Eindrücke, Deine Beweggründe, Dein Engagemant und Deine Gefühle!
Bring uns die Organisation, die Du preferierst näher, damit auch wir sie kennenlernen, denn Du hast uns neugierig gemacht und dann im Schatten stehen lassen ;-)
Wobei uns nicht der Werbeprospekt, sodern die Gründe, warum Du sie in Deine engere Wahl genommen hast, interessieren.
Bezüglich Armut:
"Armut" findest Du überall, denn es ist nicht eine Ländersache sondern eine Definition. Man muss nicht um die Welt reisen, um "Armut" zu sehen und helfen zu können - es beginnt vor Deiner Tür ...
Dein Engagement finde ich toll und das ist es was Du uns doch vorstellen und nahebringen kannst :-)
Ich wünsche Dir wirklich alles Gute und viel, viel Kraft, um Dein Vorhaben umzusetzen!
LG Robert
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