Reisebericht

Reisebericht: Amerika/Kanada - Auf den Spuren der Siedler

 
 
 
 
 
Reisebericht: Amerika/Kanada - Auf den Spuren der Siedler

2008 habe ich eine sehr interessante und beeindruckende Busrundreise auf den Spuren der Siedler unternommen. Sie führte mich zu den Wurzeln der amerikanischen bzw. kanadischen Bevölkerung nach New York, Boston, Quebec City, Montreal, Ottawa, Toronto, zu den Niagarafällen, ins Land der Amish People, nach Washington und Piladelphia.

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New York - Ankunft - Rockefeller Center (Top opf the Rock)

 
 
 
 
 

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06.06. 2008: Um 11.30 Uhr war der Abflug. Die Flugzeit sollte 8 Stunden 05 Minuten dauern. Das Flugzeug war eine B 757 mit 154 Sitzplätzen. Der Flug war sehr angenehm, man merkte kaum, dass man flog. In der Lehne des Vordersitzes gab es einen kleinen Bildschirm, und so konnte ich die Filme und die Musik selbst bestimmen. Ich habe mir 2 Filme angesehen. So verging die Zeit wirklich wie im Flug. Wie in einem Restaurant gab es eine Karte mit den Mahlzeiten und Snacks, die während des Fluges gereicht wurden. Das Flugzeug landete nach 6515 km um 13.45 Uhr Ortszeit auf dem John F. Kennedy Airport.

Obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussah, weil viele Leute an der Passkontrolle standen, brauchte ich für das Anstehen, je einen Abdruck des linken und rechten Zeigefingers und um ein Foto von mir zu machen, das Kontrollieren des Passes und Vermerke darin zu machen, das Abholen des Gepäcks (die Koffer waren schon vom Band gehoben worden und warteten bereits) und das Finden des Reiseleiters nicht länger als eine halbe Stunde.

Es bildete sich eine kleine Gruppe, die bei Meiers Weltreisen, ADAC oder, so wie ich, bei DERTOUR gebucht hatte. Nun mussten wir allerdings 45 Minuten sehr ungeduldig warten, bis der bestellte Fahrer für uns kam. Er brachte uns in 1 ½ Stunden quer durch New York zum Hotel „Holiday Inn Midtown – 57th Street“. Unterwegs habe ich ca. 10!!!! Stretchlimousinen gesehen. Nach der Ankunft habe ich nur meinen Koffer ungeöffnet ins Zimmer gestellt und bin dann direkt zum Reiseleiter Roger gegangen, der nur bis 19.00 Uhr Sprechstunde hatte. Dieser war ein anderer als der Reiseleiter am Flughafen. Er sollte während der ganzen Reise für uns zuständig sein. Er gab uns 5, die gemeinsam vom Flugzeug aus Frankfurt in diesem Hotel angekommen waren, Infos, und ich buchte auch gleich ein paar Ausflüge. Er riet uns, noch etwas zu unternehmen und so spät wie möglich schlafen zu gehen, damit wir uns so schnell wie möglich an die 6 Stunden Zeitunterschied anpassen könnten. Also lief ich trotz großer Müdigkeit los, um auf dem Rockefeller Center unter dem Motto „TOP OF THR ROCK“ die Aussicht auf New York zu genießen. Das Hotel lag in Manhattan, sehr günstig, in der Nähe bin ich in der 5th Avenue an der Carnegie Hall vorbeigelaufen. Einmal musste ich nach dem Weg fragen, aber dann habe ich nach ca. 20 Minuten das Rockefeller Center leicht gefunden. Dabei habe ich die 5th und die 6th Avenue und den Broadway überquert und eine Ecke vom Central Park gesehen. Es ist leicht, New York zu erlaufen, vor allem, wenn man einen Stadtplan hat. Die Stadt ist schachbrettartig angelegt, von Nord nach Süd verlaufen die Avenues, von West nach Ost die Streets, alle Avenues und Streets sind nummeriert. Nur der Broadway geht diagonal durch die Stadt. An den Stellen, wo er auf eine Avenue trifft, gibt es einen Square.


Ich fuhr mit dem Aufzug zu "TOP OF THE ROCK“, von wo aus ich vom 67. und
vom 69. Stock aus und von der Aussichtsterrasse im 70. Stock eine wunderschöne
Aussicht auf die Stadt hatte. Genau gegenüber konnte ich das Empire State Building sehen.

Roger hatte uns empfohlen, lieber auf das Rockefeller Center anstatt auf das Empire State Building zu gehen, weil es dort endlose Warteschlagen geben würde. Es war leider diesig, aber da es schon zu dämmern begann, beschloss ich, noch etwas zu bleiben und zu warten, bis in den Wolkenkratzern die Lichter angehen (siehe Foto unten).

In der Ferne sah ich dannb einen wunderschönen Sonnenuntergang (siehe Foto unten).

Es war schon nach 21.00 Uhr, als ich wieder nach unten fuhr. Ich kam, wie Roger angekündigt hatte, in einem Souvenirladen an und musste, genau wie angekündigt, den Ausgang suchen. Das war gar nicht so einfach, weil ich plötzlich in einer unterirdischen, fast menschenleeren Einkaufspassage war und den Weg nach oben nicht fand. Ein netter Farbiger half mir und zeigte mir den Weg. Etwas unheimlich war mir schon, vor allem, als ich mutterseelenallein mit ihm im Aufzug war. Weil ich danach wieder verkehrt lief, rief er mich zurück und brachte mich zum Ausgang. Sehr nett!! Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich ging dann über die berühmte 5th Avenue mit den vielen teuren Geschäften zurück. Um 22.00 Uhr (im Körper 4 Uhr früh) kam ich im Zimmer an und konnte endlich schlafen.



 
 
 
 
 

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Rockefelle Center New York

Persönliche Meinung von Isabella-RG:
Wer New York gerne von oben sehen möchte, aber nicht viel Zeit hat, kann das auch vom Rockefeller Center (Top of the Rock) aus tun. Dort sind die Wartezeiten sehr viel kürzer als beim Empire State Building, und man hat einen genauso schönen Ausblick (siehe Foto in meinem Reisebericht "Amerika/Kanada - Auf den Spuren der Siedler").







New York - Stadtrundfahrt und -gang am Tag und in der Nacht

 
 
 
 
 

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07.06.2008: Unser „Tour Manager“ Roger begleitete uns bei der Stadtrundfahrt durch die Kulturhauptstadt der Welt, New York, und erklärte alles sehr gut. Zuerst stellte er sich vor: Er heißt Roger Mabery, kommt ursprünglich aus Los Angeles in Kalifornien, ist seit 25 Jahren Reiseleiter und lebte vor seiner Reiseleiterzeit 6 Jahre in Hamburg. Das merkte man auf jeden Fall, denn er sprach ein außergewöhnlich gutes Deutsch mit einem Vokabular, das so mancher Deutsche nicht hat oder anwendet. Er verwendet in seinen Erklärungen sowohl Umgangssprache und Sprichwörter als auch ein gehobenes Deutsch mit Fremdwörtern, bei denen ich manchmal überlegen musste, was sie bedeuten.

Die Stadtrundfahrt begann um 08.30 Uhr. Wir sahen unterwegs 2 Opernhäuser und die Columbia Universität , fuhren durch Harlem, hielten an der sehr großen, unvollendeten Kathedrale St. John the Devine – Heiliger Johannes - an (drittgrößte der Welt, größte Amerikas), in der schöne Gospelkonzerte stattfinden.

Harlem ist nicht so trostlos wie man es sich vorstellt. In der 125th Street gibt es 125 Geschäfte. Außerdem haben wir viele gut erhaltene, restaurierte oder sogar neue Häuser gesehen.

Auf der 5th Avenue fuhren wir lange am Central Park vorbei. Dann sahen wir auf der Museumsmeile auf der 5th Avenue unter anderem das Guggenheim Museum und das Metropolitan Museum of Art. Die 5th Avenue teilt die Stadt in Ost und West, das kann man auch auf den Straßenschildern erkennen (E oder W). 100 Hausnummern bilden immer einen Block. Da sehr wenige Leute ein eigenes Auto haben, gibt es in New York 12.000 Taxis. Danach fuhren wir an der größten Synagoge der Stadt vorbei, in der 2.700 Leute Platz finden. Das ist auch gut so, denn in New York leben über 2 Millionen Juden, mehr als in Jerusalem. Wir fuhren, immer noch auf der 5th Avenue, am Zoo und am Plaza Hotel vorbei. Dieses Hotel gilt als architektonisches Markenzeichen New Yorks, ist eine Legende der Hotelwelt und weltweite Top-Adresse. In der 5th Avenue reihen sich die besten und teuersten Hotels der Stadt aneinander.

Dann machten wir einen Stop, um uns den Trump Tower genauer anzusehen. Er ist für die Öffentlichkeit zugänglich, und so besichtigten wir das prachtvolle fünfstöckige Foyer aus orangefarbenem Marmor mit einem hohen Wasserfall (siehe Foto unten).


Tiffany & Co liegt genau um die Ecke, aber Frühstück gab es da leider nicht. Ich ging hinein und sah mir den teuren Schmuck an, aber auf einen Einkauf habe ich dann doch verzichtet. Die Verkäufer werden sich wohl kaum noch über die Touristen mit Rucksack wundern, die durch das sündhaft teure Geschäft pilgern (siehe Foto unten).

Wir fuhren am 381 m hohen Empire State Building und am ältesten noch stehenden Hochhaus am Madison Square, dem Flat Iron Building in Bügeleisenform, vorbei. Es hat eine Bügeleisenform, wurde 1907 gebaut und ist 76 m hoch (siehe Foto unten).

Dann ging es weiter auf dem Broadway. Der Stadtteil Greenwich ist eine besonders günstige Gegend zum Einkaufen. Roger empfahl uns zum Shoppen das Kaufhaus Macy’s, das sich zwischen der 7th Avenue und dem Broadway über einen ganzen
Block erstreckt. Als wir durch Soho fuhren, sahen wir viele Straßenkünstler, die ihre Kunstwerke anboten.

Nun machten wir einen Stop, und Roger ging mit uns durch Little Italy (siehe Foto unten: Man sieht sogar an den Hydranten, daß man in Little Italy ist)) und die älteste Straße von Chinatown. Chinatown ist jetzt mit geschätzten 150.000 Einwohnern die größte von Chinesen bewohnte Stadt außerhalb Chinas (siehe Foto unten).

Wir stiegen wieder in den Bus, und weiter ging es den Broadway entlang. Den Ground Zero und die Wallstreet haben wir nur aus der Ferne vom Broadway aus gesehen. Wir hielten nun am Battery Park am Hudson River an, um uns aus der Ferne Liberty Island mit der Freiheitsstatue und Ellis Island mit dem Gebäude, in dem früher die Einwanderer ankamen, anzusehen.

Die letzte halbe Stunde der Stadtrundfahrt war nicht mehr so interessant, deshalb blieb ich am Hudson River, weil ich mir die Liberty aus der Nähe ansehen wollte. Eigentlich wollte ich mit dem Schiff direkt zur Freiheitsstatue auf Liberty Island fahren, aber die Warteschlange dafür war endlos, und das in praller Sonne. So nahm ich das Taxiboot. Da gab es kaum eine Warteschlange, und ich konnte die Statue ganz aus der Nähe vom Oberdeck aus sehen. Das war für mich schon ein sehr berührendes Gefühl.

Das Schiff fuhr eine Stunde, zuerst an Manhatten vorbei, sodass man wunderbar die Skyline sehen konnte (siehe Fotos unten). Dann ging es weiter zur Freiheitsstatue (siehe Fotos unten) und anschließend zur Brooklyn-Bridge (siehe Fotos unten).

Nach der Bootsfahrt lief ich, gut mit meinem Stadtplan ausgestattet, zu Ground Zero (siehe Fotos unten). Ich lief fast eine halbe Runde um diese riesengroße Baustelle und legte eine Gedenkminute ein. Ich sah im Geist einige der schrecklichen Bilder, die das Fernsehen damals übertrug.

Danach lief ich zur Wallstreet, dem Inbegriff der Finanzwelt, und sah mir die Börse, von der aus der Takt der Weltwirtschaft angegeben wird, von außen an (siehe Fotos).

Da an diesem Tag eine Bullenhitze (mindestens 32 Grad im Schatten!!) herrschte, nahm ich für einen Teil des Rückwegs ein Taxi. Es war wie im Film, ich hielt die Hand hoch, und schon hielt eins an. Für 16,50 Dollar (ca. 10 Euro) brachte mich der Taxifahrer in 20 Minuten zum Rockefeller Center. Dort fand ich dann endlich in einem Schreibwarengeschäft Ansichtskarten. Ich hätte nie gedacht, dass es in solch einer großen Stadt mit so vielen Sehenswürdigkeiten so wenige Möglichkeiten gibt, Ansichtskarten zu kaufen.

Ich sah mir die Stelle mit der riesigen vergoldeten Prometheusfigur an (siehe Foto) , wo im Sommer ein Restaurant mit vielen Sonnenschirmen ist, sich im Winter aber eine Eisfläche zum Schlittschuhlaufen und ein großer geschmückter Weihnachtsbaum befinden.

Da ich mich ab hier ja schon gut auskannte, lief ich über die 6th Avenue und die 57th Street zurück und aß im von Roger empfohlenen Europa Cafe Putenwraps mit Cesar’s Salad. Dazu bestellte ich ein Wasser und bekam ein großes Glas mit Leitungswasser und sehr vielen Eiswürfeln, wie es in Amerika üblich ist.. Das Wasser kostet nichts und wird dauernd ohne zu fragen nachgefüllt. Bei der Rechnung war interessant, dass darauf stand, dass 15 % Bedienung extra bezahlt werden müssen. Dieser Betrag war mit Kuli darunter geschrieben. Toll, da hat man nicht so viel Arbeit mit dem Ausrechnen. Die Bedienung stand direkt hinter mir und sah zu, ob ich auch ja das richtige Trinkgeld gebe. Roger erzählte uns, dass die Servicekräfte sehr wenig verdienen und auf das Trinkgeld angewiesen sind, das vom Finanzamt pauschal besteuert wird, egal, ob sie es bekommen oder nicht. Er selbst hat während seines Studiums gekellnert und sich über die Touristen geärgert, die viel Arbeit gemacht haben, aber nichts oder zu wenig gegeben haben.

Auf dem Rückweg ging ich an der berühmten Carnegie Hall vorbei (siehe Fotos).

Nach einer kurzen Pause im Hotel ging es schon wieder mit der Abendrundfahrt durch das illuminierte New York weiter.

Nach einiger Zeit machten wir einen Stop und gingen durch den Winter Garden mit
Palmen und dann eine Treppe hinauf und konnten von da aus durch die große Glasscheibe dieses Hauses auf den Ground Zero sehen. Um 19.30 Uhr sahen wir ein Thermometer, das immer noch 31 Grad Celsius anzeigte. Nachdem wir weiter durch die Stadt gefahren waren, machten wir einen Stop am Pier 17, von wo aus wir einen Ausblick auf die Brooklyn- und die Manhattan-Bridge hatten. Anschließend fuhren wir über die Manhattan-Bridge nach Brooklyn. Wir gingen an schönen alten Häusern vorbei zur Promenade, wo wir einen schönen Blick auf die beleuchtete Skyline hatten.

Auf der Rückfahrt zum Hotel machen wir einen kurzen Stop am Times Square mit seinen vielen bunten Neonreklamen (siehe Fotos). Er liegt an der Kreuzung 7th Avenue/Broadway. Immer wieder sahen wir Stretchlimousinen. Um 22.30 Uhr kamen wir alle sehr müde am Hotel an.



 
 
 
 
 

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Kommentare
  • traveltime 04.04.2010 | 12:15 Uhr

    Wir kennen nur New York und LA.
    Interessant was dazwischen liegt, gut beschrieben!
    LG Rolf

  • Blula 04.04.2010 | 15:28 Uhr

    Dein Bericht hat mir gut gefallen, er ist sehr informativ und enthält auch viele persönliche Eindrücke. Ich war vor vielen Jahren zweimal kurz hintereinander in N.Y. Konnte da auch noch die Aussicht von der Plattform World Trade Center (!!) genießen. Beim Lesen Deines Berichtes kamen viele Erinnerungen auf.
    LG Ursula

  • mamaildi 04.04.2010 | 16:16 Uhr

    Es hat mir Spass gemacht, mit dir durch eine Ecke Kanadas und der USA zu reisen, die ich noch nicht kenne. Ein sehr ausführlicher Bericht mit vielen persönlichen Erlebnissen.

  • trollbaby 04.04.2010 | 17:17 Uhr

    Ein sehr schöner, persönlich geschriebener Bericht! Wir müssen übrigens den gleichen Veranstalter gewählt haben, denn bei meiner Ostkanada-Tour gab es auch diesen täglichen Sitzplatzwechsel. :-)
    Wie Du mache ich auch viele solcher Rundreisen alleine, aber wie Du schon geschrieben hast, man ist nie wirklich allein und findet immer nette Gesprächspartner. Ich freue mich schon auf weitere Reiseberichte von Dir!
    LG Susi

  • klaus-reinhard 05.04.2010 | 10:57 Uhr

    Schön geschrieben, informativ und sehr umfangreich.

  • rrobby 07.04.2010 | 23:23 Uhr

    Schöner, sehr umfangreicher und persönlicher Reisebericht, es muss eine tolle Reise gewesen sein.
    LG Robert

  • Jabba 08.04.2010 | 08:42 Uhr

    schöner, detailierter Bericht, der viele persönliche Erinnerungen an unsere Reisen nach New York und in den Osten Kanadas weckte - danke
    VG, Kathrin

  • nach oben nach oben scrollen
  • ingepeter (RP) 11.04.2010 | 16:25 Uhr

    eine richtige kleine Fleißarbeit! schöne persönliche Erinnerungen, die auch für andere
    Leser interessant sind. Teile der Reise habe ich in Eigenregie unternommen, allerdings zu zweit. Gruß Inge




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