Reisebericht

Reisebericht: China / Tibet

 
 
 
 
 
Reisebericht: China / Tibet

Reise nach China - 19 Tage nach Yunnan, Sichuan und eine Rundreise in Tibet

 
 
 
 
 

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Unsere Reise führte uns am 1.April 2005 von Wien als erstes in die Stadt Kunming (Yunnan). Dort besichtigten wir die Altstadt und den Vogel- und Blumenmarkt.

Das Highlight des Tages folgte aber abends als wir uns ein chinesisches Theaterstück, welches sehr eindrucksvoll gespielt und inszeniert wird, ansahen. Es handelte von der Geschichte eines Minderheitenvolkes in Westchina und besticht durch ausgeklügelte Choreographie, tolle Bühneneffekte und den für uns sehr exotisch klingenden chinesischen Gesang.

Am 2. Tag besuchten wir den Yuantong Tempel und spazierten im Green-Lake-Park, in dem viele Chinesen bei Qi-Gong oder traditionellem Tanz und Gesang entspannen. Am Nachmittag stand dann die Fahrt aus der Stadt hinaus zum so genannten Westberg, einem beliebten Aussichtspunkt nahe Kunming, am Programm! Wir hatten Pech da uns wegen starken Nebels die Sicht ins Tal versperrt bleibt.



 
 
 
 
 

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Am nächsten Tag wanderten wir im Steinwald von Shilin. Auf einer Gesamtfläche von rund 26.000ha ragen tausende von schmalen, bizarr geformten Felsen auf, die zwischen fünf und dreissig Metter hoch sind. Leider hatte wir wieder schlechtes Wetter, aber wenigstens regnete es auf der gut 2h dauernden Wanderung nicht – erst als wir zum essen gingen. Abends flogen wir flogen wir von Kunming nach Chengdu (Szechuan). Wir gingen zeitig zu Bett, da wir am nächsten Morgen früh nach Lhasa (Tibet) flogen.
Die Flugstrecke zählt wohl zu den schönsten der Welt. Man überfliegt den Transhimalaya mit seinen tausenden schneebedeckten Gipfeln.
Am Flughafen Lhasa-Ghonkar, der ca. 90km von der tibetischen Hauptstadt entfernt liegt erwartete uns schon die stechende Höhensonne. Die ersten Eindrücke während der Fahrt nach Lhasa machten nun den „Kulturschock“ perfekt, waren in den Städten Kunming und Chengdu noch viel mehr westliche Elemente aufgefallen , so wirkt Tibet um ein Vielfaches mystischer und ursprünglicher.



 
 
 
 
 

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Atemberaubend sind die Berggipfel(einige schon über 6000m Seehöhe) und die karge von Wind und Wetter zerfurcht aber reizvolle Landschaft. In Lhasa angekommen mussten wir uns erst mal an die dünne Luft gewöhnen. Es fiel uns, Mike und mir, eigentlich nicht schwer. So gingen wir ein wenig die Stadt erkunden. Am nächsten Tag besuchten wir das Wahrzeichen der Stadt. Den Potala-Palast, die Winterresidenz des Dalai Lama.
Es ist wahrlich ein pompöser Bau, vor allem sieht man es, wenn man direkt davor steht, einfach atemberaubend. Weiters besuchten wir den Jokhang-Tempel, der neben dem heiligen Berg Kailash in Westtibet den zentralsten Punkt für tibetische Pilger darstellt.

Die vielen Pilger umrunden den Tempel im Uhrzeigersinn, während sie ständig Ihre Gebetszylinder drehen.
Viele werfen sich auch der Länge nach auf den Boden, stehen wieder auf, um sich nach einigen Metern wieder niederzuwerfen, so werden von manchen Gläubigen hunderte Kilometer zurückgelegt.
Am Dach des Tempels kam es zu einem Interview des tibetischen Fernsehens mit einigen Mitgliedern unserer Reisgruppe, dies bildete die Fortsetzung unseres schon in Kunming begonnenen Auftritts in der chinesich/tibetischen Medienlandschaft, als ein Bericht über unsere Reisegesellschaft in der Lokalzeitung erschien.
Hintergrund des Ganzen ist die Tatsache, dass zum ersten Mal eine Chartermaschine direkt aus Österreich nach Kunming flog, dass dann gleich über 300 Touristen einreisten war den Medien eine Schlagzeile auf der Titelseite und ein Bericht in Tibet-TV wert.



 
 
 
 
 

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Am 6. Tag unserer Reise in China besuchten wir ein Nonnenkloster, in dem Gebetsrollen für Gebetszylinder und – mühlen hergestellt werden und erfahren dort einiges über das Leben der Nonnen, die wie ihre männlichen Kollegen kahl geschoren sind.
Durch Zufall ergab sich etwas später die Möglichkeit einen Blick in eine Vorschule zu werfen, zur großen Freude von uns und auch der Kinder. Es fand gerade Englischunterricht statt.

Nachmittags stand das Sera-Kloster, ein Mönchskloster am Programm. Dort wohnten wir einer so genannten Disputation bei, die Mönche trainieren durch dieses Ritual religiöse Inhalte, indem sie sich gegenseitig ausfragen.
Tags darauf machten wir uns auf den Weg, über die Südroute, nach Gyantse Die Fahrt war ziemlich anstrengend, da es in Tibet nur selten asphaltierte Strassen gibt.

So fuhren wir mit Bussen über Schotterpisten übersäht mit Schlaglöchern. Dabei kamen wir immer höher hinauf, bis wir auf dem höchsten Pass dieser Südroute waren - der Karo La Pass mit 5.010m. Nach ca 12h. und 260km erreichten wir unser heutiges Ziel - die Stadt Gyantse.
Das Kumbum-Kloster von Gyantse beschäftigte uns am Vormittag des achten Tages. Der so genannte Dzong(ein Fort über der Stadt) zählt zu den geschichtsträchtigsten Stätten Tibets, hier wurden die englischen Kolonialtruppen, zumindest für kurze Zeit zurückgeschlagen. Nachmittags ging es dann weiter, wiederum auf Schotterpisten nach Shigatse, der zweitgrössten Stadt Tibets.



 
 
 
 
 

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Die Klosterstadt Tashilunpo ist das „Highlight“ von Shigatse, neben gut erhaltenen Gebäuden findet man hier eine 26m-hohe sitzende Buddahstatue. Wir gingen den Pilgerweg um das Kloster, der von hunderten Gebetsmühlen und tausenden Gebetsfahnen gesäumt wird. Nach 2 Tagen Shigatse ging es über die Nordroute zurück nach Lhasa. Dabei überquerten wir den höchsten Pass unserer Reise - den mit 5.400m hohen Shogu La Pass..
In Lhasa machten wir nochmals auf eigene Faust eine Stadtbesichtigung bevor wir am nächsten Tag wieder zurück nach Chengdu flogen. Wir besuchten noch die Panda-Aufzuchtstation, wo rund 15 grosse Pandas leben. Weiters fuhren wir noch nach Lhesan, wo sich die grösste Buddha Statue (71m) befindet. An den letzten Tagen flogen wir zurück nach Kunming, unternahmen noch eine Shopping-Tour und starteten am nächsten Tag via Neu Delhi zurück nach Wien.



 
 
 
 
 

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Kommentare
  • windweit 12.01.2008 | 00:19 Uhr

    Eine ganz schöne Schüttelei auf dem Weg von Lhasa nach Xigaze, nicht. Mir graut es jetzt noch, wenn ich daran zurückdenke. Aber Tibet ist es wert.

  • winni 08.02.2008 | 09:45 Uhr

    Da möchte ich auch noch einmal hin. Habe aber etwas Bedenken wegen der Höhenkrankheit. Habe vor Jahren schon einmal die Anapurna umrundet und die ging es doch sehr langsam hoch. Ein schöner Bericht mit guten Fotos. vg winni

  • globetrotter 25.02.2008 | 14:26 Uhr

    Schöne Photos, habe mich sofort an unsere Reise erinnert. Auf den Karo-Pass führt jetzt (Dezmber 2007) übrigens eine geteerte Straße, so dass sich das Gerüttel in Grenzen hält. Da es in den Bussen anscheinend keine Heizung gibt, mussten wir allerdings große Strecken mit Anorak fahren.

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