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Reisebericht: Sabah - das Land unter dem Winde
Inhaltsverzeichnis
Das Borneo von heute, insbesondere der malayische Bundesstaat Sabah, entspricht dem leider nicht mehr, aber dennoch ist es noch ein gewaltiger Unterschied zu Ländern wie z.B. Thailand oder Vietnam.In Sabah ist das Reisen einfach, man erreicht alle Orte relativ schnell und günstig per Bus oder besser Air Asia, ein Großteil der Leute spricht Englisch und Guesthäuser sind immer leicht zu finden. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt, die gewillt waren uns Ihr Sabah zu zeigen und uns den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen. Und auch die Touristen selbst, sind ein bißchen mehr Abenteurer als anderswo.
Kota Kinabalu
Wir flogen von Deutschland aus nach Kuala Lumpur und von dort aus weiter mit der AirAsia, einer asiatischen Billigairline, nach Kota Kinabalu, der Haupstadt Sabahs. Die Tickets können auch von Deutschland aus bequem übers Internet gebucht werden. Man bezahlt direkt mit Kreditkarte. Wir haben mit Air Asia immer gute Erfahrungen gemacht. Manchmal muß man zwar ein bisschen auf seinen Flug warten, aber im Urlaub sollte man es ja nicht eilig haben ;-). Die Tickets sind sehr günstig, besonders wenn man frühzeitig bucht. Ein Inlandsflug kostet ca. 20 € und man fliegt mit neuen, sicheren Maschinen. In Kota Kinabalu wohnten wir in der 'Travellers Light Backpackers Lodge' in der Lot 19, Lorong Dewan - Australia Place (www.travellerslight.com). Dieses kleine Guesthouse hat günstige Zimmer mit Gemeinschaftsbad (ca. 5€ p.P.) und man wird dort optimal vom Besitzer Alex und seinen Mitarbeiterinnen umsorgt. Auf Wunsch wird dort sogar der ganze Trip durch Borneo organisiert, da Alex überall Bekannte und Freunde mit kleinen Guesthouses hat. In KK verbrachten wir nach unserer Ankunft 4 Tage und besuchten z.B. den Tunktu Abdul Rahman Nationalpark, ein kleines Inselarchipel ca. 1 Stunde Bootsfahrt von der Stadt entfernt. Die Tickets erhält man direkt am Hafen. Dort kann man sich auch Schnorchel- und Tauchausrüstung leihen.
Gunung Kinabalu
Unsere nächste Station auf Sabah war die Besteigung des Gunung Kinabalu - des höchsten Berg Südostasiens mit seinen 4.095 Metern. Die Leute vom Travellers Light Guesthouse in KK helfen einem auch beim Anmelden für den Kinabalu Park, was man schon von Kota Kinabalu aus machen sollte. Ansonsten kann es passieren, daß man keinen der begrenzten Übernachtungsplätze auf dem Berg mehr bekommt und so Tage oder sogar Wochen warten muß. Desweiteren kann man seine unzähligen Erlaubnisscheine zur Besteigung schon im Kinabalu-Nationalpark-Office in der Stadt beziehen (bei Sutera Sanctuary Lodges am Hafen). Alles in allem kostet der Aufstieg inkl. Permits, Übernachtung und Essen sicherlich ca. 100 € pro Person. Von Kota Kinabalu zum Kinabalu Nationalpark gelangt man am einfachsten per Bus von der Haupt-Busstation aus. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden. Im Kinabalu Nationalpark angekommen meldet man sich am Besten gleich im Hauptbüro an und macht alles fix für den Trekk am folgenden Tag. Dort bekommt man dann auch seinen Führer zugewiesen, ohne den man den Berg nicht besteigen darf.
Besonders faszinierend an Malaysia ist seine Natur. Ohne größere Unterbrechungen durch Eiszeiten oder Vulkanausbrüche konnte sich das Ökosystem über Millionen Jahre entfalten. Die malayischen Regenwälder gelten als die ältesten der Welt. In Sabah machen Tropenwälder noch 60% der Fläche aus. Dort befinden sich über 8.000 Arten blühender Pflanzen, über 200 mehr
Persönliche Meinung von MarcoRiccio:
Außer der Besteigung des Kinabalu bietet sich der höchste Canopy Walkway der Welt an-bis zu 40 Meter! Ein toller Ort um Tiere und Pflanzen aus der Nähe zu betrachten. Zudem bieten sich Regenwaldwanderungen an. Man sollte nicht vergessen das 50% aller Tier- und Planzenarten die es auf unserem Planeten gibt im Regenwald vorkommen, wobei nur 3%der Erde mit Jungle bedeckt ist. Umso wichtiger ist es also diesen zuschützen...
Für den Aufstieg waren zwei schweißtreibende Tage geplant. Am ersten Tag geht es in ca. 8 Stunden auf 3.300 Höhenmeter, wo sich das Laban Rata Guesthouse befindet. Der Weg führt erst durch den Regenwald, später durch bizarre Nebelwälder und dann nur noch durch karge Steinlandschaft mit wenig Grün. Im Laban Rata kann man, sofern das Wetter mitspielt (und wir hatten riesig Glück) wunderschön auf einer Terasse in der Sonne sitzen und die Landschaft genießen oder eine Gemüsesuppe schlürfen. Das Verpflegungsangebot war begrenzt, aber sehr nahrhaft (Wir danken an dieser Stelle dem Koch für die Spaghetti Bolognese ;-).
Am nächsten Morgen um 2 Uhr (!!) mit ca. 2 Grad wird der Rest bis zum Gipfel zurückgelegt. Unser einziges Licht war unsere Stirnlampe. Dort sind keine Pflanzen mehr zu sehen, nur noch Stein und es fängt dann auch der beschwerliche Teil des Kletterns an, d.h. man erreicht den Gipfel indem man sich an Seilen an Serpentinen und schmalen Felsvorsprüngen hinaufzieht. Handschuhe wären, nicht nur wegen der eisigen Temperaturen, ein nettes Mitbringsel gewesen...
Zum Sonnenaufgang erreichten wir dann Lows Peak, den höchsten Punkt des Berges und konnten stolz den großartigen Ausblick auf das grüne Land genießen. Diesen Punkt zu erreichen ist wirklich ein Erlebnis, das immer im Herzen bleiben wird. Wenn einen die Kälte und Müdigkeit dann auf dem Gipfel überkommt, hat man den Abstieg vor sich – und zwar in einem Tag, was soviel heißt wie 7 Stunden „Treppen nach unten laufen“. Aber runter kommt man halt immer....irgendwie.
Rund um den Kinabalu Nationalpark gibt es auch viele schöne Plätze. So haben wir noch 2 Tage lang die Gegend um Poring besucht und uns die Canopy Walkways und die Hot Springs angesehen. Besonders aufregend sind diese touristischen Attraktionen nicht, aber aufgrund der vergangenen körperlichen Anstrengung (=des höllischen Muskelkaters ;-) war dieses Touri-Programm ganz entspannend.
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Wunderschön. LG Rüdiger
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Guter Bericht! Auf den Kinabalu muss ich auch drauf :-) Gruss Darek
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Hallo, vor Jahren war ich schon schon mal da. Mir hat es auch sehr gefallen. Auf dem Kota Kinabalu war ich leider nicht. Die Touren sind meistens auf zwei Tagen ausgerichtet und da ist mir das Risiko doch sehr hoch. Man geht ja bis auf 4.500 m hoch. Hier sollte man die Höhenkrankheit nicht unterschätzen. Damals waren auch einige Mitreisende tolal fix und fertig als sie zurückkamen. Ich war damals mit Djoser-Reisen, Köln, (djoser.de) unterwegs. Werde vielleicht auch noch mal hier einen kleinen Bericht einstellen. vg winni
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Schöner Bericht. Malaysia muss ich mir merken. Wenn ich alle meine anderen Ziele durchhabe, gehts dort auch mal hin ;-) Gruß. Christian
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marco
war letztes jahr in kota kinabalu - zwar nicht mit rucksack dafür mit flasche auf dem rücken. dennoch kann ich deine ausführungen jederzeit bestätigen. -
Einfach nur schön.
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