Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben.
Reisebericht: Ghana: ein LernEinsatz
TICCS - Tamale Institute of Cross Cultural Studies
„Ghana ist die Heimat einer Vielzahl von sehr unterschiedlichen afrikanischen Gesellschaften, ein Land mit reicher kultureller Tradition. Beim LernEinsatz geht es darum, sich auf verschiedene Lebensrealitäten in diesem Land einzulassen. Dazu gehören Vorlesungen mit Hintergrundinformationen, das Erlernen einiger Gesprächs- bzw. Verhaltens-Sequenzen in einer nord-ghanesischen Sprache sowie ein mehrtägiger Aufenthalt in einem Dorf. Fragen, wie GhanaerInnen ihre eigene Geschichte, Kultur und Religion einschätzen, die eigene Familie sehen oder wie sie ihre Zukunft planen, werden durch die Teilnahme am Kurs aufgeworfen.“
„Der Kurs im TICCS eröffnet den TeilnehmerInnen einen Zugang zum Leben der Menschen in Nordghana, in theoretischer wie praktischer Form. In Vorlesungen bekommen die Teilnehmenden Einblicke in Geschichte, Politik, Religion, Familienstruktur etc. - kurz: in die Kultur(en) der Menschen. Die Begrüßung des Chiefs, das Essen im Compound, die Weber und die Gerber bei der Arbeit beobachten, ... einige Gelegenheiten, am Alltag der Menschen teilzuhaben, bietet der Kurs im TICCS.“
Brother Jon, der Leiter des TICCS, ist seit über 20 Jahren in Ghana. Sein Projekt – das TICCS – wird mittlerweile in mehreren Ländern nach seinem Vorbild fortgeführt.
Besuch einer 'Eliteschule'
Eines Vormittags besuchte ich die Primary School in Tamale – eine Eliteschule.
Der Unterricht erfolgt auf Englisch. Einige Schulfächer sind nur halbstündlich. Die SchülerInnen sind auf Vormittag und Nachmittag aufgeteilt, da es zu viele SchülerInnen und zu wenige Klassenräume bzw. LehrerInnen gibt. Ich habe eine Mathematikstunde „erwischt“.
Bei der Multiplikation eine andere Schreibweise angewandt als in Österreich üblich. Können die Kinder die Multiplikation nicht im Kopf rechnen, so werden einfach dementsprechend viele Kügelchen an die Tafel gemalt und abgezählt. Die Kinder holen sich auch von draußen Steine, Äste – alles, was sie zum Abzählen gebrauchen können.
Erstaunt war ich über die Englischkenntnisse der Lehrerin, die großteils nicht vorhanden waren.
Die LehrerInnen sind sehr streng und werden schnell laut. Die Klassen umfassen zwischen 50 und 60 SchülerInnen jeden Alters. Schuluniformen müssen getragen werden – meist sind sie zu groß, zu klein oder zerrissen. Die Kinder haben großteils keine Schuhe, Hefte oder Stifte. Bücher sind ebenfalls Mangelware und wenn vorhanden, dann sind sie bereits sehr alt, zerfleddert und kaum zu gebrauchen. Der Unterricht beginnt um 8.00 Uhr – theoretisch, praktisch irgendwann zwischen 8.00 und 11.00 Uhr, da die Kinder bzw. die LehrerInnen selten pünktlich sind. Dasselbe gilt für Nachmittag.
Die Kinder selbst bzw. auch Jugendliche, mit denen ich bei der einen oder anderen Gelegenheit ins Gespräch kam, waren alle ausnahmslos der Meinung, dass „Bildung der Schlüssel zum Erfolg, der Weg aus der Armut ist“. Ich habe einen 21-jährigen Jungen kennengelernt, der sich sein technisches Studium mit Taxifahren verdient, da die Eltern zu arm sind, um ihn zu finanzieren.
Elmina Castle - wo der Sklavenhandel seinen Anfang nahm
1441 nahm ein portugiesischer Entdecker namens Antam Gonclaves aus Guinea zehn afrikanische Männer gefangen und brachte sie in seine Heimat. Die Gründe hierfür waren:
- sie sollten Missionare werden um das Christentum in Afrika zu verbreiten
- sie sollten Portugiesisch lernen um als Übersetzer zu arbeiten
- sie sollten als Beweis gelten, dass Gonclaves in Afrika war.
Diese zehn Männer kehrten nie nach Afrika retour, sondern mussten als Diener in Portugal arbeiten. Ab diesem Zeitpunkt war es die Norm, afrikanische Gefangene als „Beweisstücke“ mit nach Europa zu nehmen und die Menschen wurden als exotische Kuriositäten und Statussymbol an reiche Frauen und Männer verkauft.
1471 erreichten die Portugiesen als erste Europäer die Westküste Afrikas. Sie landeten auf dem Gebiet der heutigen Stadt Elmina in Ghana. Sie kamen um Handel zu betreiben, vorwiegend mit Gold, Gewürze und Elfenbein. Sie bauten auch eine Handelsniederlassung, die sie vor Raub schützen sollte – St. George´s Castle (heute: Elmina Castle).
1492 – mit der „Entdeckung“ von Amerika – begann der große Sklavenhandel. Die Europäer erkannten die gute Bodenqualität für Plantagen und das reiche Mineralvorkommen. Sie nutzen zuerst die indigene Bevölkerung als Arbeiter, mussten aber bald erkennen, dass diese nicht für solche schwere Arbeit eigneten. Die Sterblichkeitsrate unter den „Indios“ stieg beträchtlich an und bald gab es zu wenig Arbeiter. So wurden die „Indios“ durch die robusten „Schwarzen“ ersetzt.
So nahm der Sklavenhandel seinen Anfang.
Wurden vorher Gold, Elfenbein und Gewürze in Elmina Castle (mittlerweile unter der Herrschaft der Dänen) gelagert, so war es jetzt für über 200 Jahre die letzte Destination in ihrem Heimatland für die Menschen, die als Sklaven nach Amerika und Europa verschifft wurden.
1807 wurde der transatlantische Sklavenhandel vom British Empire verboten - Slave Trade Abolition Act'.
Aber der illegale Sklavenhandel dauerte noch viele Jahre bis ca. 1870 fort.
Vorsichtige Schätzungen sprechen von ca. sechzig Millionen Afrikanern, die von der Westküste Afrikas aus nach Europa und Amerika verschifft wurden. Davon haben ca. 10 Millionen ihren Bestimmungsort in Übersee erreicht. Der Rest wurde entweder schon vorher getötet oder starb während der Überfahrt.
Es ist sehr eindrucksvoll und beklemmend, in Elmina Castle herumzugehen und sich die Geschichten des Guides anzuhören. In den Sklavenunterbringungen kann man die Körperausdünstungen noch immer riechen und Geschichte wird lebendig.
Besuch eines Kindergartens
Kaum betrete ich den Hof des Kindergartens, rennen viele kleine und größere Kinder auf mich zu und wollen mich anfassen. Überhaupt darf man in Ghana keine Angst vor Berührungen haben. Je weiter man in den Norden kommt, desto seltener gibt es 'Weiße' und jedes Kind will dich berühren. Manche Kinder verstecken sich aber auch, ihnen sind Menschen mit heller Hautfarbe nicht ganz geheuer.
Dieser Kindergarten ist speziell für Kinder der Kayayo-Frauen gedacht. Diese Frauen stammen ursprünglich aus dem Norden, mussten aber fliehen aufgrund des 1994 aufgebrochenen Konflikts. Ihre Männer wurden entweder verschleppt oder starben gewaltsam. Die Frauen hoffen hier in Accra auf ein besseres Leben, schlagen sich aber dann meist als Trägerinnen auf dem Markt durch und schlafen mit ihren Kindern auf der Straße. Der Kindergarten bietet die Möglichkeit, die Kinder zwischen 1 und höchsten 6 Jahren zwischen 6.00 und 16.30 Uhr unterzubringen. 10 Betreuer/Erzieher kümmern sich um ca. 150 Kinder. Es gibt eine Kinderbetreuung und für die Älteren Unterricht, außerdem noch medizinische Betreuung durch eine Schwester der „Salvation Army Church“, Kleidung und eine warme Mahlzeit.
Das Projekt wird von der UNICEF und vom Staat finanziert.
Auf meine Frage, ob es Berichte gibt, wie es mit den Kindern nach ihrem sechsten Lebensjahr weitergeht, bekomme ich nur Schulterzucken.
Shekhinah Clinic – Dr. Abdulai, the „Mad Doctor“ of Tamale
Gegründet hat die Klinik für Arme Dr. Abdulai im Jahr 1989 in Tamale.
Patienten, die von Dr. Abdulai behandelt werden wollen, müssen sich drei Tage in einer Warteschlange anstellen. Der Grund: die Behandlung ist kostenlos.
Dr. Abdulai (im unteren Bild an erster Stelle) vertritt die Meinung, dass nur diejenigen, die seine Hilfe wirklich benötigen, so lange warten. Die, welche eigentlich das Geld für eine Behandlung hätten, warten keine drei Tage und wenn doch, dann haben sie es sich verdient, behandelt zu werden.
Die Klinik besteht aus vielen kleinen runden Hütten.
Darin gibt es ein Bett, eine Toilette und eine Waschmuschel. Der Boden ist leicht schräg zur Mitte hin verlegt, wo sich ein Loch zum Abrinnen von Wasser, Ausscheidungen, etc. befindet – für jene, die es nicht mehr bis zur Toilette schaffen.
Die Patienten werden von ihren Angehörigen versorgt – eine Blasphemie allen anderen „modernen“ Krankenhäusern in Ghana gegenüber. Genauso wie die einzelnen Hütten, die so gar nichts mit dem, was sich die meisten Leute unter einem Klinikgebäude vorstellen, gemein hat.
Es gibt ein lang gezogenes Haus für HIV/AIDS-Patienten. Als wir der Klinik einen Besuch abstatteten, war dort nur eine Person. Dr. Abdulai erklärte uns, dass das deswegen so ist, weil hier „keiner HIV/AIDS hat“. Zum einen ist das darauf zurückzuführen, dass es den Betroffenen an Geld mangelt – sei es für den AIDS-Test als auch für die dann notwendigen Medikamente bei einem positiven Befund (dafür müsste bezahlt werden, da die Klinik kaum über Eigenmittel verfügt) – zum anderen gehört HIV/AIDS zum Tabu. Stirbt man an HIV/AIDS, so ist das ein „Bad Death“. Die Verstorbenen werden in den Busch geworfen und ihr Name wird vergessen. Sie können nicht zu einem der Ahnen werden. So stirbt der Betroffene an allem, nur nicht an AIDS.
Weiters haben wir einen Operationssaal gesehen. Mit primitiven Mitteln wird hier operiert – sofern ein Chirurg da ist. Dies ist nämlich auch freiwillig. Für ein oder mehrere Monate kommen Ärzte aus der ganzen Welt (meist amerikanische Ärzte) in die Klinik und stellen kostenlos ihre Fähigkeiten zur Verfügung.
Genauso ist es möglich, einfach so hier mindestens ein Monat mitzuarbeiten. Als ich dort war, habe ich ein deutsches Mädchen getroffen, dass für 2 Monate in der Klinik als Krankenschwester mitgeholfen hat.
Strom gibt es mit Hilfe von Solarenergie.
Jeden Tag fährt ein Bus in Tamale herum, um ca. 100 Menschen zumindest eine warme Mahlzeit am Tag zu bringen, die sonst gar nichts haben. Dr. Abdulai hat auch auf dem Klinkgelände ein eigenes Haus gebaut, in dem wenigstens ein paar dieser Leute einen Schlafplatz gefunden haben – selbstverständlich ebenfalls kostenlos.
Die Klinik wurde gebaut und überlebt dank Spenden aus dem In- und Ausland. Die Lebensmittel werden ebenfalls gespendet. Alle, die in dem Spital arbeiten, tun dies ohne Gehalt – sie bekommen Essen und meist ist genug übrig, um damit auch ihre Familien zu versorgen.
Village-Immersions
Jeweils zu zweit verbringt man 3–4 Tage in einem kleinen Dorf, um seine Sprachkenntnisse zu vertiefen und selbst am Leben der Dorfbewohner teilzunehmen.
Mein Dorf hieß „Gumo“. Zur Begrüßung kamen der helper (der für uns Verantwortliche im Dorf) und eine Menge Kinder, die einem gleich in Beschlag nehmen.
Geschlafen wurde in einem eigenen Compound für Besucher. Ein Compound besteht aus mehreren kreisförmig angelegten Hütten, die durch mannshohe Mauern miteinander verbunden sind. Jede Familie hat ihren eigenen Compound.
Der Dorf-chief empfing und mit seinen elders. Dem chief darf man niemals in die Augen schauen und direkt ansprechen. Sofort beim Betreten seiner hall geht man in die Hocke mit Blick zum Boden. Danach werden über einen Linguist Begrüßungsformel ausgetauscht. Erst nachdem und der Erlaubnis des chiefs darf man sich setzen. Wobei hier wieder zu beachten ist, niemals höher als der chief zu sitzen.
Beim ersten Treffen haben wir Gastgeschenke mitgebracht, unter anderem einen Wachauer Marillenschnaps. Was wir nicht wußten war, dass der chief die Flasche gleich aufmachen und uns einen vollen großen Becher einschenken lassen würde. Dann hätten wir irgendwas Harmloseres mitgenommen. Es lag an mir, als erster den ganzen(!) Becher auszutrinken, alles andere wäre eine schwere Beleidigung gewesen. Und das auf nüchternen Magen um sechs in der Früh! Wie es mir den Rest des Vormittages ergangen ist brauche ich wohl nicht weiter auszuführen...
In diesen Tagen im Dorf machten wir uns mit ein paar täglichen Arbeiten vertraut. Wir durften share nut butter rühren, Unkraut jäten, Erdnüsse kochen und rösten und Seile drehen. Ich schreibe „durften“, da es durchaus nicht üblich ist, dass Besucher etwas Arbeiten dürfen. Der Gast ist König und in anderen Dörfern hatten die Besucher keine Chance, mitzuarbeiten.
Wir besuchten auch den Dorfkindergarten, der von Ordensschwestern aus Frankreich geleitet wurde. Wir hatten Zeit und so plauderten wir mit den sisters bei einer Tasse Kaffee über ihr Leben hier in Ghana. Wir tranken aus Porzellantassen - was für ein Luxus für uns! Bis jetzt gab es Tee aus Plastiksackerl, Wasser und Limo aus Plastikflaschen. Hier in Ghana lernt man die einfachen Dinge des Lebens wieder zu schätzen!
Mit unserem helper haben wir viel über die hier herrschenden Traditionen (Heirat, Begräbnis, Geburt, Beziehungen, Partnerschaften, etc.) und die Politik des Landes diskutiert. So hatten wir einen guten praktischen Einblick in das von uns Gehörte und Gelernte im TICCS.
Sightseeing und Eindrücke
Ich hatte so viele wundervolle Erlebnisse in Ghana, dass es hier den Rahmen sprengen würde, alle aufzuschreiben. Deswegen nur einen Auszug davon.
Im Westen von Ghana gibt es die längste Hängebrücke von Afrika - über die bin ich natürlich drüber spaziert. Ein Guide names 'Still alive' zeigte mir viele Pflanzen und Bäume und sprach über ihre Bedeutung und Einsetzung bei Krankheiten.
Im Norden - nah an der Grenze zu Burkina Faso - bin ich auf einem Nil-Krokodil gesessen (nur ganz ganz kurz). Oh ja - dort gibt es Nil-Krokodile! Angeblich haben sie noch nie einen Menschen angegriffen und die Dorfbewohner gehen oft mit ihnen in ihrem Teich schwimmen.
Mit einem Guide sind wir durch einen Nationalpark gewandert und ich konnte Elefanten, Antilopenarten, Affen, etc. aus nächster Nähe bewundern. Man glaubt gar nicht, wie unheimlich groß so ein Elefantenbulle ist, wenn er auf einmal ohne einen Zaun dazwischen vor dir steht!
Der Besuch eines *****Hotels hinterließ bei mir sehr gemischte Gefühle. Von einer dreckigen, staubigen Strasse mit Gehsteigen aus Lehm und Mist direkt hinein - verfolgt von den aufmerksamen Augen eines Sicherheitsmannes mit Maschinengewehr - durch ein meterhohes Tor mit Stacheldraht obenauf (übrigens ein alltägliches Bild bei Leuten mit eigenen Ziegelhäusern) in einen Palast aus Marmor mit gepflegten englischen Rasen (den man nicht betreten durfte), Poollandschaft und Belegschaft in Kostüm bzw. Anzug - selbstverständlich auch alles klimatisiert.
Der Bericht einer aidskranken Frau, die jahrelang als Prostituierte arbeiten mußte - auch in Deutschland - rührte mich zu Tränen. Sie kam ins TICCS, um ihre Lebensgeschichte zu erzählen, als wir gerade über Trafficking sprachen.
Fassungslos wurde ich, als ich von den unterschiedlichen Beschneidungen hörte, die nach wie vor im Osten von Ghana durchgeführt werden. Wir wir alles wissen, passiert dies nach wie vor überall auf der Welt.
In Tamale bin ich mehr als einmal in einem Taxi gesessen (immer Sammeltaxis, diese fahren immer nur eine gerade Strecke hin und retour, man muss also umsteigen um an sein Ziel zu gelangen), wo ich Ziegen und ähnliches Getier als Sitznachbar hatte. Dem Taxifahrer mußte man immer rechtzeitig sagen, wo man raus wollte, denn Bremsen gab es keine und das Auto mußte ausrollen.
Und wißt Ihr, wieviele Personen mit einem Moped fahren können? Fünf!
Internet? Reine Glückssache! Bei Regen oder Gewittergrollen brauchte man sich erst gar nicht auf den Weg zum I-Café zu machen.
Am Abend vor meiner Abreise traf ich am Strand einen alten Mann mit seiner Enkelin. Er fragte mich, was ich den Menschen in meiner Heimat über Ghana erzählen werde. Ich sagte ihm: alles, was mich tief berührt hat, alles, über das ich gelacht aber auch geweint habe. Alles über die Liebenswürdigkeit und Fröhlichkeit dieser Menschen hier und wie sie einem stets mit Freundlichkeit begegnen.
Abschließend
Ich habe Dinge gesehen und erlebt, zu denen ein „normaler“ Tourist niemals Zugang bekommen wird.
Ich habe erfahren, was es bedeutet, „privilegiert“ zu sein und dass dies meist eher unangenehm ist. So zum Beispiel der Besuch einer Messe in einer mehr als vollen Kirche, wo die Gläubigen aus der ersten Bank teils mit rüden Worten und Gebärden vertrieben wurden, nur damit sich meine Gruppe gleich vorne hinsetzen konnte.
Ich habe in Ghana meinen ersten Heiratsantrag bekommen – von einem sehr netten alten Herrn. Ich habe diesem Mann gesagt, dass er durch die Wüste gehen, über das Meer schwimmen und über die hohen Berge klettern muss, um bei meinem Vater um meine Hand anzuhalten – wobei bei der ganzen Odyssee mein Vater die größte Hürde wäre. Er zuckte daraufhin mit den Schultern, meinte „maybe next week“, wir lachten gemeinsam, wünschten uns Gottes Segen und dann ging jeder seiner Wege. Auf diesen Antrag sollten noch viele weitere folgen, die alle so ähnlich abliefen wie der erste.
Was ich in Ghana (unter vielem anderem) gelernt habe ist, niemals einfach nur „nein“ zu sagen, sondern immer darauf zu achten, dass mein Gegenüber das Gesicht wahren kann.
Die Zeit in Ghana gehört wohl zu den eindruckvollsten und schönsten in meinem bisherigen Leben. Ich habe viel gesehen, gehört, sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht und Erkenntnisse gewonnen, die für mein weiteres Leben prägend sind.
In diesem Sinne: Naa wun ni song – Auf Wiedersehen
Lesezeichen für diesen Reisebericht setzen bei ...
-
Mister Wong
-
Google Bookmarks
-
YiGG
-
del.icio.us
-
Digg
-
StumbleUpon
-
Magnolia
-
Webnews
Bookmark in Ihrem Browser speichern Schließen