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Reisebericht: Rucksack-Reise durch Süd-Indien
Auf dieser Reise begleiteten mich Stephi, Anita und ein langjähriger Freund und Namensvetter Marco. Wir brachen also zu viert auf in das Abenteuer. Wir flogen von München über Paris nach Mumbai, im Bundesstaat Maharasta, welches wir wegen den unzähligen 9/11 Kontrollen etwas entnervt erreichten. Mumbai hat uns erst mal alle richtig ergriffen- nachts angekommen, die Strassen voller bellender Hunde, Menschen liegen überall auf der Straße, Elend, Dreck, Müll....wir verbrachten die Nacht in einem kleinem, nicht erwähnenswerten Hotel mit dem Ziel am nächsten Morgen sofort in Richtung Süden aufzubrechen, um unsere Erwartungen von den ruhigen Seiten Indiens zu erfüllen.
Der grobe Plan sah wie folgt aus:
Erstmal ein paar Tage Strand, Sonne, Meer, danach in die Backwaters, in den Jungle um Tiger zu suchen ;-) und danach zu den unberührten Andamanen-Inseln.
Gokarna-Om Beach
An Goa wollten wir diesmal vorbei. Der Trubel und die Hektik ist nicht unser Ding. Vor einigen Jahren war Goa noch ein tolles Reiseziel, aber heute ist es einfach nicht mehr so reizvoll. Außerdem wollten wir einfach mal was anderes probieren, in diesem riesigen Land... Wir hatten im Internet von Gokarna, ca. 100km südlich von Goa, gelesen. Dieser Ort sollte das absolute Backpacker-Paradies sein. Also auf nach Om, Halfmoon und Paradise Beach!! Ursprünglich wollten wir mit dem Zug fahren. Allerdings waren auf die Schnelle keine Tickets aufzutreiben, weshalb wir eine 15-stündige Busfahrt auf uns nehmen mussten. Aber auch diese haben wir überstanden, wobei der Stil und das Tempo des Fahrers manchmal daran zweifeln ließen. Aber zumindest die gezeigten Bollywood Filme waren teilweise sehr witzig und haben uns die Fahrt versüßt.
Wir fuhren also über Nacht im Bus nach Goa, um dort dann für ca.1.000 Rupieh (20€) ein Auto zu mieten und weiter nach Gokarna, im Bundesstaat Karnataka, zu fahren. In Indien ist es in einer Gruppe oft günstiger und auch spannender sich von Privatleuten in deren Autos von A nach B fahren zu lassen. Auf diese Weise kann man stoppen wo man möchte und lernt auch die Menschen und deren Kultur um einiges besser kennen.
Unsere Reise brachte uns also in den kleinen Ort Gokarna, von wo aus wir nach Om Beach wollten. Zu diesem Ort führt keine Straße, weshalb man sich am Besten so weit wie möglich zur Küste fahren lässt, um dann den Rest des Weges mit Rucksack und Gepäck ca. 1 Stunde zum Strand zu laufen. Völlig erschöpft, verschwitzt und hungrig erreichten wir Om Beach...
Wir liefen den Strand etwas entlang und fanden ziemlich schnell eine Bleibe, die uns zusagte. Hauptsache die Taschen runter bei 40 Grad! Die Zimmer waren spartanisch, aber völlig ausreichend, draußen überall Hängematten, ein Bambusverschlag der als Toilette diente und das Meer direkt vor der Nase!! Die Übernachtung im 'Cafe Moksha' kostete 100 Rupieh (=2€). Was will man mehr? Und dann genossen wir Chaitee und Chapati mit kleinen Leckereien...Irgendwo im Busch hinter uns, schalten die Vögel und Grillen.
Vom Zimmer aus Richtung Meer ging es vorbei an kleinen Mangroven, von denen es hier mal mehr gegeben haben muss, und zahlreichen anderen teilweise blühenden Büschen. Der Weg schlängelte vorbei an Hängematten und mit dem Meer vor der Nase begann Indien dann irgendwie zu wirken!!
In Om Beach wurden unsere Erwartungen mehr als erfüllt: Bambus-Bangolws am Strand, Kokosmilch, riesige Papayas für ein paar Cent, türkisklares Wasser, Palmen, ein goldener Strand, überall grünleuchtende Pflanzen und Bäume, atemberaubende Küstenabschnitte, rote Felsen und immer wieder diese Blicke aufs Meer, die wir in vollen Zügen genossen.
Und dazu dann ein 'Helge Timmerberg' Buch, um dem Stress des oft mal hektischen und für meinen Geschmack zu stark reglementierten heimischen Lebens zu entfliehen!
Cochin & Backwaters
Nach ein paar Tagen Beachlife und Entspannung, kam wieder dieser Drang, dieser Reiz am Reisen und die Unwissenheit was ein neuer Tag bringen wird. Deswegen packten wir unsere sieben Sachen, um die nächste Station in unserer Tour anzugehen. Es ging mit dem Zug (2.Klasse Sleeper) von Gokarna aus nach Cochin. Die Fahrt startete erstmal mit 5 Stunden Verspätung. Eingepfercht auf Holzbalken mit Blick auf eine tolle Landschaft verbrachten wir dann die 12-stündige Fahrt, bei der ich manchmal das Gefühl hatte in einem Gefangenentransporter zu sitzen. Hin und wieder kommt ein Mitleid erregender Bettler, der seine beiden Beine über den Hals geworfen hat, als wären sie aus Gummi... Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, daß der ca. 18jährige Junge, der mich nach Geld fragte, gar nicht so unglücklich ist, da er mal wieder einen Touristen gefunden hat, der seinen Geldbeutel fühlt. Trotz und vielleicht auch wegen diesem Eindruck gab ich ihm etwas Geld, denn mir tun ein paar Rupieh ja nicht weh.
Unser nächstes Ziel vor Augen war also der Bundesstaat Kerala und man sagt, Kerala sei das Indien ohne seine Fehler. Und Cochin ist in der Tat ein kleiner wunderschöner Ort mit sehr viel portugiesischen Flair. Erschöpft wie wir waren, quartierten wir uns zur Belohnung in einer 300 Jahre alten Kolonialvilla ein. Die Zimmer für ca. 500 Ruphie (=10€) hatten ca. 100 qm, schwarze Holzdielen, Decken bis zum Himmel und Türen mit Torbögen, so groß, dass ein Elefant durchpassen würde. Naja, zumindest ein kleiner indischer ;-) In Cochin verbrachten wir unsere Zeit mit Ayurveda-Massagen, der Besichtigung der chinesischen Fischernetze am Meer und dem Besuch des Katakali-Theaters.
Von Cochin aus organisierten wir zudem die weitere Tour durch Südindien. Hierzu gehörte unter anderem unsere dreitägige Backwaters-Tour auf einem Rattanboot über das faszinierende Kanalsystem. Für diese Fahrt zahlten wir zu viert 1.000 Rupieh (20€) pro Person. In diesem Preis war das authentisch keralische Essen, die Übernachtung auf dem kleinen Boot und die fast unsichtbaren zwei Fahrer enthalten.
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Recht interessanter Bericht. Mir haben aber ein bisschen die persönlichen Eindrücke gefehlt, es hatte einen etwas aufzählenden Charakter.
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Hallo,
danke dir für dein Feedback.
Da der Bericht nicht während der Reise, sondern im Nachhinein geschrieben
wurde, ist es schwer noch wirklich persönliche Erinnerungen und Eindrücke
wieder aufleben zu lassen. Mit diesem Bericht habe ich versucht, den Leuten
eine mögliche Reiseroute aufzuzeigen und Empfehlungen für Orte bzw.
Guesthäuser zu geben.
Viele Grüße
Marco
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Ich finde den Bericht klasse. Die Bilder sind auch ziemlich stark!
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Danke Dr.Ray, deiner ist aber auch nicht von schlechten Eltern!
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Da ich Indien überhaupt nicht kenne, hat dein Bericht einen starken Eindruck auf mich hinterlassen!
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Indien ist immer wieder ein Abenteuer für sich. Jeden Tag erlebt man etwas Neues. Südindien ist vielleicht etwas anderes als Nordindien. Der Dreck und Smog in Delhi und Agra sind schon fast nicht auszuhalten. Klasse Bericht. vg winni
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Hausboot fahren in den Backwaters kann ich auch unbedingt empfehlen.
Mich zieht es dieses Jahr auch wieder nach Südindien. Allerdings mehr in den Osten, also Pondicherry, Madras, etc. -
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Ich habe eine Reise nach Süd-Indien vor mir nach eine Woche. Danke für Ideen.
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Wir waren letztes Jahr auch in Süd Indien und die Eindrücke waren so vielfälltig und großartig, die wunderbaren Tempelanlagen auch der Besucht in Euro Vill war beeindruckend.Im Landesinneren die Tee und Kaffeplantagen, der Naturpark in dem Pfeffer und Kardamon, Vanilleschote zwischen Palmen,Bananen,Kokospalmen und Tropischen -Pflanzen wachsen.
Dein Bericht hatte meine Erinnerungen wieder aufgefrischt, vor allem die herrliche ruhigen Tage auf den Backwaters.
Grüsse Jutta -
Dass der Bericht "im Nachhinein" geschrieben wurde, macht ihn doch nicht weniger persönlich! Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dieses Sich-treiben-lassen von der Malabarküste bis zu den Andamanen. Und möchte gleich wieder nach Indien aufbrechen ...
Grüße Beate -
hallo! guter bericht! wirklich super zu lesen. wie lange fliegt man von chennai nach port blair? und war das im voraus schon geplant, bzw gebucht?
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Hallo,
mir hat die story wirklich gut gefallen.
Bin vor Jahren mal von Sri Lanka aus nach Trivandrum geflogen und habe einige Tage dort am Koggala Beach verbracht.
Nette Grüße von Josef -
Hallo,
sorry, das war nicht der Koggala- sondern der Kovalam Beach.
Anyway, Josef -
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der breicht ist toll und die bilder sind ein traum.
ich wollte mit zwei freundinnen dieses jahr mit rucksach für 4-6wochen nach indien. wie ist das denn mit dem verhalten der inder gegenüber europäischen frauen? denn man hört ja, dass frauen nicht allzu viel zu sagen haben. oder bin ich da noch auf dem falschen stand?!?!+
grüße
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