Reisebericht

Reisebericht: Südsee - 13.02. - 22.02.2009

 
 
 
 
 
Reisebericht: Südsee - 13.02. - 22.02.2009

Die Gesellschaftsinseln sind nicht nur ein Paradies für das süße Nichtstun an feinen Sandstränden. Diese Inselwelt ist auch der Garten Eden für Freunde des Segelsports. Auf diese Art und Weise können wir in 9 Tagen Tahiti, Raiatea, Huahine, Bora Bora und Taha´a kennenlernen.

Freitag, 13.02.2009 / Donnerstag 12.02.2009

Nach 5 Stunden Flugzeit landen wir in Papeete auf Tahiti. Und das beste: Durch den Flug über die Datumsgrenze bekommen wir einen ganzen Tag geschenkt und das ohne Zeitverschiebung.

Zur Einstimmung auf die Gesellschaftsinseln lese ich im Flugzeug einen schönen Text:
In seiner fünften Reise nach Polynesien entdeckte Kapitän Cook weitere Inseln in der Nähe von Tahiti, die so nah beieinander lagen, dass sie „Gesellschaftsinseln“ genannt wurden. Sie sehen wie über dem türkis-grünen Ozean schwebende grüne Berge aus, deren Strände regenbogenartige Nuancen haben. Der Archipel hat 8 Inseln von vulkanischer Herkunft und 5 Atolle, eingeteilt in die Inseln „Unter dem Wind“ und „Über dem Wind“. Alle Inseln liegen in einer jadefarbigen Lagune, zwischen Atollen, Erdstreifen, Strand und ... dem undendlichen Spekrum von Grün und Blau des Ozenans.

Gegen 22 Uhr treffen wir im Hotel Hotel ein. Mit einem Ankunftsdrink an der Poolbar unter dem Sternenhimmel des Südens schnuppern wir das erste Mal Pazifikluft bei 28 Grad.



Freitag, 13.02.2009

 
 
 
 
 

(9 Stimmen)

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Die ganze Nacht hören wir das Rauschen des Pazifik. Mit großen Vergnügen stürzen wir uns schon um 7,30 Uhr in die Wellen am schwarzen Hotelstrand.

Zunächst fliegen wir von Papeete über Bora-Bora nach Raiatea. Es hat an die oder vielleicht sogar über 30 Grad. Die Zwischenlandung auf Bora-Bora auf einem kleinen Inselflughafen mitten in der Lagune ist ein erster Augenschmaus. Nach weiteren 10 Minuten Flugzeit landen wir auf Raiatea. Wir werden vom Charterunternehmen abgeholt, sind um Nu bei unserem Katamaran, lernen Jean-Paul - unseren Skipper - kennen und um 15 Uhr legen wir ab.

Ein Ankerplatz am geschützten Riff vor Taha´a ist das Ziel der ersten 2-Stunden-Fahrt. Der ideale Ort um in unserem „Haus“ für die nächsten 9 Tage anzukommen und uns einzurichten. Es bringt gutes Glück den Empfangs-Blumenkranz bei der Ausfahrt über Bord zu werfen. Der erste Sprung ins warme Nass, ein gemütliches Abendessen, eine rotgefärbte Abendstimmung und anschließend eine ruhige Nacht mit einem kleinen Regenschauer zwischendurch.



 
 
 
 
 

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Samstag, 14.02.2009

 
 
 
 
 

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1 Stunden schnorcheln direkt innerhalb der Riffkante ist das erste „To-Do“ an diesem schönen Valentinstag. Wir frohlocken angesichts der herrlichen Unterwasserwelt. Paul holt zum Abendessen 10 frische Schneckenmuscheln heraus.

Unsere Tagesfahrt heute soll nach Huahine gehen. Ca. 25 Seemeilen, 4 Stunden, gegen den Wind (mit ca. 3 Bft), unter Motor. Eine schöne Schaukelei.

Huahine: Grün, üppig, wild und abgelegen. Diese Insel wird als die authentischte der Gesellschaftsinseln beschrieben.

An der Passage durch das Korallenriff beobachten wir eine der weltberühmten Wellen für Surfer. Vom Ankerplatz am Strand des kleinen Ortes Fare haben wir einen guten Überblick über die Bucht und die grünen Berghänge.

Am Nachmittag brechen wir mit dem Dingy auf um im Ort noch ein paar Einkäufe zu erledigen. Anscheinend ist Relaxen hier der einzige Zeitvertreib, neben im Meer planschen. Die „Hauptstraße“ von Fare ist vielleicht 400 Meter lang, ein Supermarkt, 2 - 3 Kneipen, 1 Bank, 2 Souvenierläden, das war´s. Eine berührend ruhige Atmosphäre.

In der Bar am Kai noch ein Bierchen genehmigt geht`s wieder zurück an Bord. Paul macht die Schneckenmuscheln zur Vorspeise, Werner und Dorli zaubern das Abendessen dazu.



 
 
 
 
 

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Sonntag, 15.02.2009

Huahine - Der Garten Eden: Heute wollen wir bei einer Inselrundfahrt diese Insel näher erkunden.

Paul organisiert uns einen Fahrer. Wir brechen schon um 8 Uhr auf. Zunächst fahren wir Richtung Norden. An der Kultstätte in Maeva erzählt unser Fahrer von den Totenzeremonien. Bis 1906 wurden hier noch Menschen verspeist. Schauderbar! Im kleinen Ort Maeva sind weiters aus Steinen gebaute historische Fischfallen anzusehen. Der Strand ist ist zugleich das Aussenriff und besteht aus Korallensand. Die schön angelegte Straße führt weiter zum Ort Faie, bekannt für Ohrenaale, die von den Dorfbewohnern als heilig verehrt und gefüttert werden. Durch das Inselinnere schlängelt sich die Straße an den Abhängen des Mont Turi (669 m) und jetzt wissen wir endgültig, warum diese Insel auch Der Garten Eden genannt wird. Avocado, Paradiesfrucht, Mango, Vanille, Grapefruit, Ananas - hier scheinen wirklich alle Früchte zu gedeihen.
Eine Brücke führt auf zur zweiten Insel - Huahine Iti. Wir genießen schöne Ausblicke auf die Lagune und die relaxte Atmosphäre der kleinen Dörfer entlang der Straße.
Zum Mittagessen gehen wir in Parea ins Chez Tara. Ein Gasthaus direkt am Strand, Sonntags wird die polynesische Spezialität „Ma´a Tahiti“ gekocht. Eine Hochzeitfeier sorgt für zusätzliche Stimmung, es sind nur Einheimische da. Kinder planschen im Wasser. Kein Tourist weit und breit...!

Der gemütliche Nachmittag an Bord mit schwimmen, schnorcheln und faulenzen wird begleitet von den Rythmen der Hochzeitskapelle!



 
 
 
 
 

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Montag, 16.02.2009

Anker auf in der Avea-Bay! In der Lagune fahren wir entlang der Küste von Huahine zurück nach Fare. Nur hier gibt es eine für Segler geeignete Passage in den Pazifik hinaus.

Die Fahrt nach Raitea - ca. 25 sm) müssen wir leider bei nur 1 Windstärke motoren. Erst auf den letzten Seemeilen haben wir genug Wind für eine ruhige Segelfahrt. Es ist sehr heiß, die Schattenplätze an Bord sind sehr begehrt.

Durch die Maire-Passage fahren wir in die Lagune und ankern vor Motu Irieu. Motu sind hier in Polynesien die unzähligen kleinen Inseln innerhalb der Lagune. Den Nachmittag nutzen wir zum Schnorcheln vor der Motu Irieu und zum Spaziergang rund um diese palmenbestandene Robinson-Insel.

Der Ankerplatz für die Nacht liegt in der sehr gut geschützten Faarao Bay.

Abends wird auf dem Reling-Grill gegrillt.



 
 
 
 
 

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Dienstag, 17.02.2009

 
 
 
 
 

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Als zwietgrößte Inseln nach Tahiti ist Raiatea die „heilige, geweihte“ Insel und beherbergt die wichtigste Gebetsstätte Polynesiens. Die Heiligkeit der Insel geht nahtlos in die Landschaft über: majestätische Berge (bis an die 1000 Meter) überziehen die Insel.

Faaroa ist der einzige schiffbare Fluss Französisch Polynesiens. Mit dem Beiboot starten wir schon recht früh die Flussbefahrung. Durch die tropische Landschaft schlängelt sich der Fluss. Unterwegs treffen wir James. Ein Arbeiter auf den Farmen hier in der Gegend. Ein sympatischer Kerl, der uns dann durch die Botanik führt, Früchte pflückt und Kokoswasser besorgt.

Gegen 11 Uhr brechen wir auf um innerhalb der Lagune Richtung Süden von Raiatea zu segeln. Einfach berauschend am Riff die Brecher des Pazifik zu sehen und zu hören und innerhalb des Riffs nahezu ohne Wellen bei ca. 4 Windstärken zu segeln.

Der Anker fällt vor Motu Nao Nao. Die nächste kleine Trauminsel eingerahmt von türkisblauem Wasser: Schnorcheln, Kajak fahren, schwimmen, Krabben sammeln, einen Regenbogen beobachten, Angeln, Kochen und die Sonne genießen!



 
 
 
 
 

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Mittwoch, 18.02.2009

 
 
 
 
 

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Die Anapa IV ist ein Katamaran Lagoon 380.

30 Seemeilen nach Bora Bora werden wir heute segeln. Wir haben Glück mit Wind und Wetter. Alle Tage und so auch heute haben wir 2 Schleppangeln draußen. Leider konnten wir bisher keinen Fisch fangen. Während der ganzen Fahrt ist der markante Berg Bora Bora`s zu sehen. Schon nach 5 Stunden Fahrt machen wir den ersten Stopp, einen der besonderen Art.

An der Passage durch das Riff von Bora Bora kann man an Bojen festmachen und im dort noch sehr tiefen Gewässer gefahrlos beim Schnorcheln Riffhaie beobachten. Schnell mache ich Flossen und Schnorchelbrille klar, an der Badeleiter gehts ins Wasser. Noch denke ich, bleib besser in Nähe des Katamarans. Und schon sehe ich den ersten Hai 10 Meter unter mir Kreise ziehen. Ich gebe ein Zeichen an die Mannschaft nach oben, da der zweite, dritte, vierte, fünfte Hai. Ein Hai zieht die Schwimmkreise nach oben und ich gehe dann doch lieber an die Badeleiter, ziehe die Schimmflossen aus. So kann ich einfach schneller aus dem Wasser, wenn der Hai noch näher kommt. Paul meint nur: „Keine Gefahr“. Dorli will auch die Hai sehen und kommt zu mir an die Badeleiter. Paul füttert mit altem Brot noch kleinere Rifffische an. Die Fische klopfen direkt an der Schnorchelbrille an...!

Vor Motu Tapu machen wir ein Lunch- und Schwimmstopp. Gegen Abend fahren wir zum Wasserbunkern an den Pier des Bloody Mary`s, einem der angesagten Bars und Restaurants auf Bora Bora.

Bei sehr starkem Wind machen wir an einer Boje fest, hier können wir die Nacht sicher verbringen. Der Abend im Bloody Mary`s mit ausgezeichneten Fischgerichten hat uns allen Spass gemacht.



 
 
 
 
 

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Donnerstag, 19.02.2009

 
 
 
 
 

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Bora Bora - Die Perle des Pazifik

Diese traumhafte Vulkaninsel liegt in einer der schönsten Lagune der Welt. Die Natur verwöhnt diesen Flecken Erde mit glasklarem in allen Blau- und Grüntönen schillernden Wasser. Hohe Berge prägen das Bild der Insel.
Bora Bora ist eine der internationalen Luxus-Traumdestionationen. Entsprechend viele Überwasser-Hotels sehen wir bei der Fahrt durch die Lagune. Die Preise dieser Hotels möchte ich am besten gar nicht wissen...!

Zum Frühstücken und Einkaufen machen wir eine ganz kurze Fahrt in den Hauptort Vaitape. Der kleine Ort ist nicht nur für Touristen gemacht, hier läuft noch der polynesischer Alltag ab. Vielleicht ist es aber auch deshalb noch so beschaulich, weil wir schon um 8 Uhr unterwegs sind.

Durch die Lagune fahren wir fast 1,5 Stunden bei starkem Wind zum „Aquarium“. Ein traumhafter Ankerplatz vor Motu Piti Aau. Das Wasser ist so türkis, dass sogar die Unterseite der Möven-Flügel grün schimmern.

Der 360-Grad-Blick von Bord: die türkise Lagune, Kokospalmen, weißer Sandstrand, einige Segelboote, hin und wieder ein Fischerboot, ganz wenig Menschen am Strand, ...



 
 
 
 
 

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Freitag, 20.02.2009

 
 
 
 
 

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Anker auf um 6 Uhr. Wir müssen heute mehrere Stunden nach Taha´a segeln und wollen daher die Morgenstunden ausnutzen. Auf der Fahrt durch die Lagune in Bora Bora gibt`s das Frühstück. Wir besprechen noch die unterschiedlichen Eindrücke, die jeder von uns vom nächtlichen Gewitter bekommen hat.

Bereits in der Lagune spüren wir starken Wind. Draußen auf dem Pazifik haben wir 5 Windstärken - gegenan! Der Wellengang ist aber noch recht angenehm und die Erfahrung der Segeltage der letzten Tage machen es möglich, dass wir sogar diesen harten Kurs gut genießen können.

Wir machen gut Fahrt und schon um 12 Uhr fahren wir durch die Riffpassage von Taha´a. Bei dieser Wetter- und Windlage empfiehlt sich der Ankerplatz in der Apu Bay.

Nach dem Mittagessen machen wir einen Besuch bei einer der zahlreichen Perlfarmen. Zunächst schauen wir uns kurz den Produktionsprozess an, die sympathische Madamme Champon zeigt uns die unterschiedlichen Perlqualitäten und die handgefertigten Schmuckstücke.

Zum Sundowner fahren wir mit dem Beiboot in den Taravana Yacht Club. Ein erster mächtiger Gewitterregen zeigt, dass sich das Wetter ändern wird. In einer Regen- und Gewitterpause kochen wir zum letzten Mal lecker an Bord. Die ganze Nacht über blitzt und donnert es mit teilweise heftigen Windböen.



 
 
 
 
 

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Samstag, 21.02.2009

 
 
 
 
 

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Taha´a - Die Vanilleinsel

Taha´a ist ein erloschener Vulkan. Da sich hier viele Vanilleplantagen befinden, ist sie als Vanilleinsel bekannt. Taha´a ist bei Seglern berühmt für ihre Buchten, die auch bei starken Passatwind gut geschützt sind.


Nach dem Frühstück machen wir eine kurze Überfahrt nach Raiatea, um im Hauptort Uturoa zu tanken. Anschließend fahren wir entlang der Küste - vorbei am kleinen Flughafen - zurück in die Marina Apooiti.

In Blick in die Wettervorhersage zeigt uns, dass es tatsächlich in den nächsten Tagen regnerisch sein wird. Es ist bewölkt, hin und wieder einzelne Regentropfen und schwül. Wir freuen uns, dass wir genau in der Schönwetterperiode hier gesegelt sind.

Der Abschiedsschmerz nach ca. 130 Seemeilen hier in den Gesellschaftsinseln fällt angesichts der neuen Wetterlage ein bisschen kleiner aus...!

Um 14,35 Uhr werden wir zurück nach Tahiti fliegen, dort nocheinmal im Hotel übernachten und dann am Sonntag sehr früh den Rückflug nach Auckland antreten.



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Kommentare
  • britt_unterwegs 15.03.2009 | 09:50 Uhr

    Eigentlich ist es ja fast ein bisschen gemein, einen Bericht über eine solche Traumreise zu veröffentlichen ;-) Ich sitze hier bei 9° Außentemperatur und dauergrauem Himmel ... und bin ganz schön neidisch. Jetzt träume ich von der Südsee. Danke für diesen tollen Bericht!!!

  • kawasakipower 15.03.2009 | 10:00 Uhr

    Ich will in Urlaub.............
    Einfach schön,so hast du mir meinen Sonntag versüßt.

  • mamatembo 16.03.2009 | 07:40 Uhr

    Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, lerne ich segeln!

  • freyabe 21.09.2009 | 01:27 Uhr

    Ach ja, Tahiti, Bora Bora...vor langer Zeit war ich mehrere Male dort und Dein Bericht hat Erinnerungen geweckt. Das mit den intensiven Farben hab ich auch so erlebt. Das gibts glaub ich nirgendwo noch mal.

  • Weinsegler 31.12.2009 | 14:30 Uhr

    Der Bericht bestärkt uns in unserer Reiseaktivität 2010.
    Wir werden im Oktober nach Tahiti fliegen und ab Raiatea einen 20 tägigen Segelurlaub machen
    Der Skipper ist mein Mann Jürgen und wir freuen uns sehr auf die Reise. Wir können einige der Tipps bestimmt gut gebrauchen. Im November folgt dann unser Bericht

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