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Reisebericht: Kalahari im Sturm
Achtung: Trinkwasser und Feuerholz / Grillkohle selbst mitbringen! Das Camp liegt etwa 50 km nördlich von Twee Rivieren (oder 1 1/2 Std. Fahrt) an der Southern Dune Road. Nicht eingezäuntes Camp, Betreuung der Gäste durch einen sogen. tourism assistant. Nur für Selbstversorger, dafür mit spektakulärer Lage auf einer Düne und tollem Blick.
Persönliche Meinung von Zypresse:
Das Camp liegt einzigartig, besteht aus Zelten mit einem traumhaften Ausblick über Dünen und ein Wasserloch. Auch geeignet als Auisgangspunkt für Pirschfahrten durch den Park.
Zelte für Selbstversorger (Laden und Tankstelle in Twee Rivieren), mit ausgestatteter Küche, Bad, Doppelbett (eine Einheit ist rollstuhlgerecht ausgebaut). mehr
Am zweiten Nachmittag unseres Aufenthaltes passierte es: ein Sturm kündigte sich an. Zunächst mit einem fernen Grollen, Donnern, das immer näher kam. Wolkenformationen zogen auf, vorbei, türmten sich immer spektakulärer vor uns auf. Die Tiere wurden merklich unruhig, am Wasserloch fehlten die üblichen Besucher, die Sekretärsvögel kamen nicht, der Schabrackenschakal eilte durch die gegenüberliegende Düne in Richtung seines Baus, die Afrikanische Wildkatze rief ihre Kätzchen und trieb sie in die Sicherheit der Höhle hinter der nächsten Düne. Der Wind kam, zerrte an den Zeltwänden, zunächst noch als angenehme Abkühlung von der Tageshitze empfunden, aber immer kräftiger, bald beängstigend stark. Wir fühlten uns so klein und machtlos angesichts der Naturgewalten, die um uns brausten.
Das Licht änderte sich schnell wie die Wolken zogen, wurde rötlich, wurde gelb, wurde dunkel. Der Lärm des Donners kam immer näher, Blitze erhellten den Nachmittag und der Sturm brauste um uns herum. Wir hatten uns längst in das Zelt zurückgezogen, auf der Terrasse war das Sitzen unmöglich geworden, denn der Wind brachte immer mehr feinen roten Kalaharisand mit. Die Gedanken kreisten: hält unser Zelt dem Sturm stand? Sind wir hier in Sicherheit?
Draussen war es inzwischen ganz finster geworden, die Zeltwände hatten wir geschlossen und saßen im Kerzenschein in unserem sicheren Hort. Der Donner war nun ganz nah, folgte fast unmittelbar auf den hellen Schein der Blitze und plötzlich, nur für wenige Minuten war es still, ganz still: kein Wind, kein Donner, kein Geräusch um uns zu hören.
Ein magischer Moment, der sich auflöste, als die ersten dicken Regentropfen auf unser Zeltdach klopften, zu einem stetigen Geräusch wurden. Der Wind frischte wieder auf, auch Blitz und Donner waren wieder da.
Dennoch: der Regen Afrikas, dringend in der trockenen Wüste der Kalahari erwartet, benötigt, um den Zyklus des Lebens neu anzustoßen, war eine Erlösung. Eine Erlösung für das Land, die Tiere und Pflanzen, aber auch für uns, nahm er doch die Spannung der letzten Stunden von uns.
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herrlich geschrieben, man spürt den Sturm richtig....LG Roswitha
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Danke, Roswitha!
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Eine tolle Beschreibung! Ich konnte mich richtig in eure Situation einfühlen.
Muß sehr bedrohlich gewesen sein, aber auch reizvoll.
Baiba -
Danke, Baiba!
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Sehr lebendig und schön beschrieben!
Gruß Beate -
hatte das Glück ähnliches in der Kalahari zu erleben und weiß, daß es unvergesslich ist!
Diese Stimmung - die Gefühle - diese Lautsärke ... vor allem in einem Zelt!
LG Robert -
gern gelesen!
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