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Reisebericht: Weit weg vom Rest der Welt. 7 Wochen Indien !
Inhaltsverzeichnis
NAMASTE , WEIT WEG VOM REST DER WELT !
„Namaste“
Metrocity Delhi, pink City von Jaipur, Tiger Nationalpark, beschauliches Bundi, mehr Kommerz als Karma in Pushkar, Burgen und Paläste in Udaipur, wandern am mt. Abu, skurriles Chaos in Jodhpur, Kameltour durch die Thar Wüste um Jaisalmer, im Karni Mata Rattentempel bei Bikaner, Bollywood in Jaipur, fantastisches Taj Mahal in Agra, heilige in Varanasi, Teetrinken mit Himalayablick in Darjeeling.....
Im Moment bin ich echt stolz dass ich diese lange Reise bei lebendigem Leib überstanden habe, bis jetzt. Unversehrt von allen öffentlichen und privaten Vehikeln, die in den letzten Wochen auf mich zuschossen.
überall das ganz normale indische Chaos mit Krach, Dreck, Kühen, Gestank und Elend. Aber es gibt wohl auch keinen anderen Kontinent der so eigensinnig anders ist.
you know we are in india, everything is possible!
Beim Busfahren hat man alle 500 Meter Todesangst, auch wenn alle möglichen Geister mitfahren. Es wird immer dann überholt wenn die Gegenfahrbahn gerade besetzt ist.. das ging (als ich mitfuhr) jedes Mal noch gut aus. Schon ironisch, denn das ganze Volk fällt sonst nicht gerade durch übertriebene Hast auf. Es scheint, das der Inder genau dann wenn er sich an ein Lenkrad setzt die exakte DNA eines deutschen Autobauers übernimmt,
die Sehnsucht nach Beschleunigung.
Zugfahren geht beschaulich langsam dahin. Doch da sitzt man fest, kommt nicht weg als Vertreter der Rasse der Geldbesitzer. Ideale beute für alle Bettler, Heilige, Zirkuskünstler, Putzdienste, Musikanten, Leprakranke, Transsexuelle, Blinde, Beinlose und die ärmsten der Armen. Und sie finden einen alle, und das immer wieder.
Der Hinweis: ich habe gerade schon, erst vor einer Minute gespendet, lässt keiner der Kreaturen gelten, beim Betteln ist jeder der Erste.
Zugfahren ist eine Welt für sich, pures Indien. Wenn ein Zug hält kommt man erstmal nicht hinaus. Denn die letzte Bevölkerungsexplosion drängt zuerst von Außen in den Waggon. die Logik, dass mehr Platz vorhanden ist, wenn zuerst die Passagiere den Zug verlassen, diese Logik ist hier völlig unlogisch. Es gibt aber auch kein Streit und Ärger darüber über das Gedränge, sondern eher Freude, dass sie es wieder mal heil überstanden haben.
Und die seligsten werden am Ende einer Zugfahrt mit lauten Schlägen an die Außenwand geweckt.
Jetzt weiß ich erst wie viel Harmonie und Ruhe so ein debiler Kuhblick hat, alle paar Meter steht ja eine im weg.
Diese Kühe habe ich mir zum Vorbild genommen und versucht auch meinen weg zu gehen, egal was rechts und links von mir passiert. Auch ich will friedlich und ruhig sein in Indien, wie die Kühe. auch zu allen Indern auch wenn’s manchmal schwer fällt.
Ich glaube die Inder haben das Chaosgen. Jede Straßenkreuzung belegt das. Immer totales Chaos, keine Ampel, keine Polizei, dafür Hunde, Kamele, Rikschas, Autos, Motorräder, Radfahrer, Passanten, Lastwagen, Handkarren, Krüppel ..hunderte pro Minute.
Alle fahren aufeinander zu und tatsächlich das Knäuel entwirrt sich wieder durch, bremsen, haken schlagen, springen, hupen gas geben, unglaublich.
Aber es solle keiner sagen er kenne sich aus in diesem Land. Ab und zu platzt auch das Chaos. Indien hält einen auf Trab.
Warum ist Indien nur so kaputt, dreckig und koruppt?
Liegt es am Hinduismus oder Islam?
Da beide Religionen zur Ergebenheit dem Schicksal gegenüber aufrufen?
Ich glaube einfach der Inder will das so, kenne ja auch nichts anderes. Ein aufgeräumtes Deutschland will der Inder nicht. Sie alle sind zu sehr verliebet in ihr Mutterland Indien.
Jeden Tag fluche ich über Indien, aber jeden Tag sah ich auch das Besondere, Großzügige, die Leichtigkeit des Landes. Ich werde schon einiges hier vermissen.
Eine lange Reise geht zu Ende. War auch noch in Sikkim am Himalaja. In Gangtok und im tibetischen Kloster in Rumteck.
Mein Rückflug aus dem norden Indiens habe ich online besorgt. ich flog mit Jet Airways von Bagdogra wieder zurück nach Delhi.
Jet Airways klingt vertrauenswürdig, und war es auch.
Indien ist sehr anstrengend zu Reisen. Man muss ständig wach sein, das Tempo, der Druck, die Legionen Inder an denen ich vorbei ging. Alleine Reisen das alles braucht viel Energie. Spüre auch langsam den etwas erschöpften Körper. Die Augen werden etwas blind vom sehen der letzten 6 Wochen.
Ich bin zufrieden stolz und glücklich mit der Reise mit all den großen und kleinen Momenten, mit vielen Erfahrungen, Herausforderungen und Erlebnissen,
Dank Indien, chaotisches und schönes Indien.
Liebe Grüße
Peter :)
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7 Wochen Indien in 5 Minuten ........
das Teaser-Video gibts auf Youtube unter:
http://de.youtube.com/watch?v=Kja_qGdVBO0
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